Stuttgarter Zeitung: Gesamtmetall-Präsident: "Trump kennt die Zahlen nicht"
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US-Präsident Donald Trump wegen der Ankündigung, Einfuhren auch von
deutschen Unternehmen in die USA zu verteuern. "Wenn er seine
Versprechen in Richtung Protektionismus umsetzen will, werden ihm
seine Berater die Zahlen vermitteln, die er offensichtlich so noch
nicht kennt", sagte Dulger im Interview der "Stuttgarter Zeitung" /
"Stuttgarter Nachrichten" (Samstagausgabe). So seien 400.000
amerikanische Jobs von deutschen Unternehmen in Amerika geschaffen
worden.
Zudem würde die US-Regierung "mit einer Einfuhrbegrenzungspolitik
Gefahr laufen, einen großen Teil der eigenen Wirtschaft aus dem
internationalen Wettbewerb zu schießen", warnte der Verbandschef. Die
amerikanische Automobilindustrie sei einmal die größte der Welt
gewesen. "Dass sie heute anders da steht, liegt mit Sicherheit nicht
daran, dass die Grenzen offen waren - sondern auch daran, dass man
sich zu lange auf den Binnenmarkt konzentriert hat und Tendenzen in
anderen Ländern ignoriert hat", monierte Dulger. Die deutschen
Exportüberschüsse rechtfertigte er: "Die Amerikaner lieben deutsche
Produkte und ihre Qualität, und ich kann mir nur bedingt vorstellen,
dass sich dies aufgrund einer neuen Steuergesetzgebung schlagartig
ändert."
Der Gesamtmetall-Präsident sprach sich zudem gegen eine Abkehr von
den US-Märkten aus, um das Geschäft etwa mit China zu verstärken.
"Jeder Mittelständler, den ich kenne, exportiert in alle
Industrieländer dieser Welt", sagte er. "Deswegen können wir einen
sich verlangsamenden Markt nicht durch einen anderen ersetzen, den
wir ohnehin schon ausgiebig bedient haben." Schwankungen gehörten
dazu.
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Datum: 25.02.2017 - 06:00 Uhr
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