WAZ: Ein zweifelhaftes Antrittsgeld
- Kommentar von Ulf Meinke zu Uniper
ID: 1465905
Christine Hohmann-Dennhardt, bei VW zwischenzeitlich für saubere
Geschäfte zuständig, soll nach nur 13 Monaten im Konzern mehr als 12
Millionen Euro erhalten.
Es gibt aber auch eine andere Variante in der wundersamen Welt des
Managements: das Antrittsgeld. Ein gewisser Keith Martin, der selbst
professionellen Beobachtern des Energiekonzerns Uniper bisher nicht
groß aufgefallen war, bekam zu seinem Amtsantritt als Vorstand rund
5,8 Millionen Euro.
Mag sein, dass es schwierig ist, internationale Top-Manager von
London nach Düsseldorf zu locken. Und natürlich stimmt, dass
Vorstandsmitglieder mehr Verantwortung tragen als Fußballprofis. Das
Antrittsgeld für Keith Martin lässt sich damit trotzdem nicht
rechtfertigen. Schließlich ist eine unternehmerische Leistung im
Zusammenhang mit der Extrazahlung zum Start in den Uniper-Job nicht
ersichtlich.
Dafür steht schwarz auf weiß ein Milliardenverlust in der
aktuellen Konzernbilanz. Verhandlungen über ein Sparpaket samt
Stellenabbau in der Belegschaft laufen. Üppige Extras für die
Vorstände sind also völlig fehl am Platze.
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Datum: 09.03.2017 - 19:30 Uhr
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