Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Schottland
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2016, dass die Briten nicht bei ihnen bleiben wollten. Noch größer
war der Schreck für viele Schotten, dass die Engländer und Waliser
sie mit dem Referendum aus der Europäischen Union warfen. Zwei Jahre
vorher, im September 2014, hatten die Schotten sich noch knapp für
den Fortbestand des Vereinigten Königreichs entschieden. Die
Zugehörigkeit zur EU hatte bei der Abwägung von Vor- und Nachteilen
eine Rolle gespielt - und nun das! Für viele nationalbewusste
Schotten sind beide Abstimmungen verkehrt ausgegangen. Da liegt der
Wunsch nahe, das leidige Geschehen zu korrigieren. Diese Stimmung
nimmt Nicola Sturgeon mit ihrem Vorstoß auf. Aber über welche
Optionen will die schottische Regierungschefin ihre Landsleute
zwischen Herbst 2018 und Frühjahr 2019 abstimmen lassen? Angesichts
des unkalkulierbaren Brexit-Prozesses ist nicht sicher, was die
britische Premierministerin Theresa May bis dahin mit Festland-Europa
ausgehandelt hat. Von der Zulassung über die Ausgestaltung bis zum
Ausgang eines Referendums ist alles ungewiss. Nur die nationalen
Gefühle, die sind sicher.
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Datum: 13.03.2017 - 21:00 Uhr
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