Schön/Weinberg: Transparenz verringert das Gehaltsgefälle
ID: 1473503
Lohnungerechtigkeit
Der Deutsche Bundestag wird am morgigen Donnerstag den
Gesetzentwurf zur Förderung der Transparenz von Entgeltstrukturen
verabschieden. Dazu erklären die stellvertretende Vorsitzende der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Nadine Schön, und der frauenpolitische
Sprecher, Marcus Weinberg:
Nadine Schön: "Das Entgelttransparenzgesetz bringt mit dem
Auskunftsanspruch für etwa 14 Millionen Beschäftigte in Deutschland
Licht ins Dunkel bei den Gehaltsstrukturen. Das ist ein wichtiger
Schritt, um das Gehaltsgefälle zwischen Frauen und Männern zu
verringern, das nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts immer
noch sechs Prozentpunkte beträgt. Es ist gut, dass wir das Gesetz
jetzt verabschieden. Damit schaffen wir neben den Maßnahmen zur
besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf und den Maßnahmen für
mehr Frauen in Führungspositionen einen weiteren Baustein auf dem
zugegebenermaßen beschwerlichen Weg zur Schließung der Lohnlücke in
unserem Land."
Marcus Weinberg: "Unsere Töchter sollen bei gleicher Arbeit so
viel verdienen wie unsere Söhne! Diese Selbstverständlichkeit ist uns
wichtig. Das neue Gesetz wird durch mehr Transparenz die
Voraussetzung für mehr Lohngerechtigkeit schaffen. Nach den Gesetzen
zu Elterngeld, Kitaplatz-Ausbau und Frauenquote haben wir damit eine
weitere Maßnahme ergriffen, um beruflichen Aufstieg von Frauen und
Gleichberechtigung zu fördern. Der überbordenden Regelungswut im
ersten Entwurf hatte die Union Grenzen gesetzt. Es fehlte das
Augenmaß. Denn Überregulierung kostet Arbeitsplätze. Die Union sorgt
dafür: Nicht so viel regulieren wie möglich, sondern so viel wie
nötig."
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Datum: 29.03.2017 - 16:08 Uhr
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