Mitteldeutsche Zeitung: MZ zum Ablauf der Bauarbeiten bei der Deutschen Bahn
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viel Geld hat die Bahn für fünf Jahre zur Verfügung, um ihr
Streckennetz auf Vordermann zu bringen. Die Mittel sind gut angelegt.
Es rächt sich, dass vielerorts über Jahrzehnte kaum investiert worden
ist in Gleise, Weichen und Stellwerke. Sachsen-Anhalt ist ein
beredtes Beispiel dafür. Nun muss alles auf einmal nachgeholt werden:
Halle, Dessau-Roßlau, Magdeburg und nun Köthen. Unbestritten, ohne
Störungen sind Bauarbeiten nicht zu haben. Auch ist klar, dass die
Bahn mit dem Geld sorgsam wirtschaften muss. Schließlich handelt es
sich um öffentliche Mittel. Doch der Konzern überspannt den Bogen,
wenn er alles dem schnellen und kostengünstigen Bauen unterordnet
und seine Kunden aus dem Blick verliert. Ob dahinter System und
politischer Druck stecken, wie der Fahrgastverband behauptet, lässt
sich schwer nachweisen. Klar ist aber: Die Bahn ist kein
börsennotierter Konzern, der nur seinen Aktionären verpflichtet wäre.
Sie hat vielmehr einen öffentlichen Auftrag und ist in erster Linie
ihren Fahrgästen verpflichtet. In der Chefetage ist das offenbar in
Vergessenheit geraten. Oder, schlimmer noch, Es wird ignoriert.
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Datum: 17.04.2017 - 19:04 Uhr
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