Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Nordkorea
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konventionelle Bombe aus dem Arsenal der USA auf Stellungen des
»Islamischen Staates« (IS) in Afghanistan werfen ließ, da traf er
zwar die Dschihadisten. Aber der Donnerhall der »Mutter aller Bomben«
sollte bis nach Nordkorea reichen. Trumps Außenpolitik ist anders als
die seines Vorgängers - und anders als im Wahlkampf angekündigt. Die
USA ziehen sich doch nicht auf sich zurück. Wenn es aus ihrer Sicht
sein muss, greifen sie militärisch ein. Auf den Raketenbeschuss einer
syrischen Basis nach dem Giftgasangriff des Assad-Regimes folgte die
Bombardierung von IS-Gebiet in Afghanistan. Reicht das als Warnung an
Kim Jong Un, es mit den Raketentests und anderen Provokationen nicht
zu übertreiben? Auch hier zielt Trump nicht nur in eine Richtung.
Wenn er von der Möglichkeit eines konventionellen Angriffs auf
Nordkorea raunt, um die atomare Bedrohung durch die Stalinisten zu
verringern oder zu beenden, dann setzt er damit China und Russland
unter enormen Druck. Weil beide Staaten kein Interesse an einer
Eskalation des Konflikts und einem US-Angriff auf Pjöngjang haben,
sind sie am Zug. Trump nimmt Peking und Moskau in die Pflicht, den
maßgeblich von ihnen an der Macht gehaltenen Diktator in den Griff zu
bekommen. Das ist nicht dumm und allemal besser, als ein direkter
Angriff der USA auf Nordkorea - samt seiner Folgen.
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Datum: 17.04.2017 - 21:00 Uhr
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