Weser-Kurier: Marc Hagedornüber Werder Bremen
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Werder nach Jahren des Überlebenskampfes gerade mal eine fabelhafte
Serie hinlegt. Auszuflippen hat schließlich noch nie zur Natur des
Bremers und erst recht nicht zur DNA des örtlichen Fußballvereins
Werder gehört.
Es ist angenehm und sympathisch, dass die Werder-Verantwortlichen
und Profis bescheiden, ja beinahe demütig bleiben. Sie wissen nur zu
gut, dass alles auch ganz anders hätte laufen können. Schließlich
drohte vor wenigen Wochen noch eine Zukunft in der zweiten Liga. Und
jetzt soll der Europapokal möglich sein?
Darauf ein klares: Ja. Was spricht dagegen, sich ambitionierte
Ziele zu setzen? Zumal, wenn die Fakten eindeutig sind. Werder spielt
guten und erfolgreichen Fußball, die unmittelbare Konkurrenz tut es
zurzeit nicht - warum soll das nicht belohnt werden?
Bei Werder haben viele lange genug (und zurecht) klein gedacht.
Aber jetzt hat Werder doch nichts zu verlieren. Diese Saison, egal,
ob sie auf Platz sechs, acht, zehn oder zwölf endet, ist nach dem
total vermurksten Start dank Kruse, Delaney, Gnabry und all den
anderen schon jetzt die schönste Erfahrung seit den Jahren unter
Thomas Schaaf.
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Datum: 17.04.2017 - 22:34 Uhr
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