Berliner Cannabisstudie: Aktualisierter Antrag dem BfArMübergeben / Bereits mehr als 2.000 Bewerber
ID: 1481391
einen aktualisierten Antrag dem Bundesinstitut für Arzneimittel und
Medizinprodukte (BfArM) übergeben. Der Antrag richtet sich auf
Durchführung einer "Wissenschaftlichen Studie zu Cannabisfolgen bei
psychisch gesunden erwachsenen Konsumenten". Teilnehmen können 25.000
Cannabiskonsumenten mit Wohnsitz in Berlin. Ausgeschlossen sind
Erstkonsumenten, Minderjährige sowie Risikoprobanden (z.B. abhängiger
Konsum oder psychische Störungen). Vorgesehen ist die Abgabe von
Cannabisblüten über Apotheken bis monatlich 30 Gramm, entspricht bis
7,5 Gramm Tetrahydrocannabinol. Forschungsleiter ist Prof. Dr. Dr.
Thomas Schnell, Professor für Klinische Psychologie an der Medical
School Hamburg.
"In Deutschland berauschen sich mehrere Millionen Menschen
regelmäßig mit Cannabis. Es wird Zeit, dass sich die Wissenschaft
intensiver mit dem freizeitmäßigen Konsum beschäftigt", sagt Marko
Dörre, Geschäftsführer der Forschungsinitiative Cannabiskonsum. Und
weiter:
"Mit dem im März in Kraft getretenen Gesetz zur Änderung
betäubungsmittelrechtlicher Vorschriften hat der Bundestag eine neue
Risikobewertung für Cannabis vorgenommen. Die Verkehrsfähigkeit von
Cannabis wurde bejaht und zwar einstimmig. Diese Neubewertung
privilegiert auch die Wissenschaft. In unserem aktualisierten
Forschungsantrag findet sich eine entsprechend angepasste
Risiko-Nutzen-Analyse. Jetzt ist das Bundesinstitut für Arzneimittel
und Medizinprodukte in der Pflicht."
Am 6. Februar 2017 startete die Bewerbungsphase für die
Studienteilnahme. Nach zehn Wochen haben sich bereits mehr als 2.000
Bewerber gemeldet, die sich nun im weiteren Auswahlverfahren
befinden. Eine Beendigung der Bewerbungsphase erfolgt erst nach
Genehmigung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und
Medizinprodukte.
Pressekontakt:
Forschungsinitiative Cannabiskonsum GmbH
Friedrichstraße 171, 10117 Berlin
www.forschungsinitiative-cannabiskonsum.de
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Datum: 19.04.2017 - 18:19 Uhr
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