Frankfurter Rundschau: Ungeliebtes Rot-Rot-Grün
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Anhängern der drei Parteien lange als Modell für Deutschland. Das
hatte eine gewisse Berechtigung. Ministerpräsident Bodo Ramelow und
Staatskanzleichef Benjamin Hoff haben es vermocht, Konflikte klug zu
moderieren. Streit blieb intern. Die Umfragen waren ganz gut. Das
ändert sich im Lichte der Gebietsreform. Auch in Berlin läuft es bei
Rot-Rot-Grün unter dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller nicht
reibungslos. Die Schwierigkeiten hier wie dort reduzieren die ohnehin
minimale Chance auf eine Linkskoalition im Bund weiter. Die Umfragen
weisen keine Mehrheit aus. Und selbst wenn es sie geben sollte, wäre
sie äußerst knapp. Doch damit lässt sich die Bundesrepublik nicht
regieren - nicht, wenn zentrale Fragen wie die Verankerung in EU und
Nato bei der Linken umstritten sind. SPD-Kanzlerkandidat Martin
Schulz wäre verrückt, wenn er sich darauf einließe. Rot-Rot-Grün ist
ein totes Pferd. Und es macht keinen Sinn, darauf herumzureiten.
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Datum: 26.04.2017 - 17:01 Uhr
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