Westfalenpost: Im Teufelskreis von Armut und Benachteiligung / Kommentar von Monika Willer zum gescheiterten Bildungspaket
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Millionen bereitgestellt, damit Kinder aus Hartz-IV-Familien an
Bildung, Kultur und Sportangeboten teilhaben können - und knapp die
Hälfte der Mittel versickert in der Bürokratie. Abgesehen davon ist
das Paket so kompliziert aufgelegt, dass viele Eltern kaum imstande
sind, die Anträge auszufüllen, wenn sie denn überhaupt wissen, dass
der Staat die Gebühren für den Sportverein oder die Musikschule
bezuschusst. So stehen Mädchen und Jungen aus armen Familien draußen
vor der Tür, wenn andere Klavierunterricht erhalten, kicken oder mit
Nachhilfe für die Schule fit gemacht werden. Besser und direkter als
diese staatliche Hilfe funktionieren die zahlreichen
bürgerschaftlichen Initiativen wie "Jeder Schüler ins Theater". Dabei
wird mit privatem Geld, meist aufgebracht von den Fördervereinen von
Museen und Bühnen, Schulen unbürokratisch der Zugang zu Kultur
ermöglicht - man holt die Kinder dort ab, wo sie ohnehin schon sind,
und die Eltern brauchen sich nicht zu kümmern. Grundsätzlich darf man
sich fragen, ob es nicht in jedem Fall sinnvoller wäre,
Teilhabe-Fördermittel über die Schulen zu verteilen, weil man die
Kinder dort leichter erreicht als im Elternhaus und weil sie in
diesem Rahmen ihre Wünsche besser artikulieren können. An Bedeutung
sind solche Angebote kaum zu überschätzen. Teilhabe ist der
Schlüssel, um aus dem Teufelskreis von Armut und sozialer
Benachteiligung auszubrechen. Theater, Musik, Kunst, Bücher eröffnen
genau die Welten und Freiräume, die Kinder für eine positive
Entwicklung ihrer Seele, aber auch im Sinne der Demokratie, brauchen
und für die sie im Elternhaus oft keine Ansprechpartner finden.
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Datum: 27.04.2017 - 18:46 Uhr
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