Mit modernen Technologien Feld der Zukunft bestellen
ID: 1489782
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DBU-Generalsekretär Bottermann: Digitale Revolution in der
Landwirtschaft als Beitrag zum Umweltschutz
Modernste Technologien ermöglichen der Landwirtschaft zunehmend
genauer und bedarfsorientierter zu arbeiten. "Die digitale Revolution
in der Landwirtschaft gestattet steigende Erträge bei geringerem
Ressourceneinsatz und besserem Umweltschutz", sagte Dr. Heinrich
Bottermann, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt
(DBU), heute anlässlich der Mitgliederversammlung des Bundesverbandes
Deutscher Pflanzenzüchter in Joachimsthal. Potenziale zum Schutz der
Umwelt lägen etwa in einem präziseren Einsatz von organischem Dünger
und verringerten Kraftstoffverbrauch oder optimierten Stallklima -
häufig Faktoren, die auch der Wirtschaftlichkeit des Betriebes zu
Gute kämen. Die aus der Digitalisierung resultierende Effizienz sei
eine "Win-Win-Situation für Umwelt und Landwirte und daher die
Zukunft einer nachhaltigen Landbewirtschaftung".
Durch digitalen Fortschritt die Umwelt nachhaltig schützen
Der Einsatz digitaler Hilfsmittel ist in der Landwirtschaft
bereits seit vielen Jahren durch Melkroboter oder automatische
Fütterungssysteme bekannt. Durch moderne Technologien werden nun
weitere Arbeitsbereiche miteinander vernetzt. Unter den Begriffen
"Precision Farming" im Ackerbau oder "Precision Livestock Farming" in
der Nutztierhaltung wird an digitalen Verfahrenstechniken zur
Ressourcenschonung in der Landwirtschaft geforscht, erläuterte
Bottermann. Drohnen ermittelten beispielsweise möglichen
Schädlingsbefall an Pflanzen. Die DBU sehe in solchen Projekten
innovative und modellhafte Lösungsansätze, die zum Schutz der Umwelt
beitragen könnten. "Derartige Projektergebnisse sind praxisbezogen
und zukunftsfähig. Hier wollen wir noch weitere innovative und für
die praktische Anwendung vielversprechende Vorhaben fördern",
erläuterte Bottermann die Rolle der DBU. Die Förderleitlinien der DBU
knüpften an aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse über planetare
Grenzen und die von den Vereinten Nationen beschlossenen
Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDG) an.
Entschlossenes Handeln in Bezug auf die Landwirtschaft gebe es aus
nationaler und internationaler Sicht unter anderem bei der
Verringerung des Stickstoffeintrags. Genau dazu liefere eine
digitalisierte Landwirtschaft Lösungsansätze.
Präzise Bewirtschaftungssysteme durch GPS-Unterstützung
Grundlage für die digitale Bewirtschaftung auf dem Feld sei das
Global Positioning System (GPS), welches die passgenaue Steuerung von
Landmaschinen und damit eine vollautomatische Feldbearbeitung
zulasse. Diese automatischen Lenksysteme finden sich auch beim
Gülle-Strip-Till-Verfahren wieder. Mit gezielter Güllegabe in Form
von Streifen im Boden wird das Düngemittel auf das Feld gebracht. Die
dabei angelegten Fahrspuren werden auf GPS-Basis digital gespeichert
und ermöglichen eine Aussaat der Reihenkulturen von Mais und Rübe
exakt oberhalb des angelegten Güllestreifens. Mit diesem gezielten
Verfahren werde die ausgebrachte Güllemenge verringert, die
Stickstoffeffizienz verbessert und somit die Umweltbelastung
verringert, erläuterte Bottermann.
Flächendeckendes Breitband-Internet als Grundlage für
Digitalisierung
"Die digitale Landwirtschaft hat in Zusammenhang mit einer
nachhaltigen Bewirtschaftung Zukunft", betont Bottermann. Nicht in
Vergessenheit geraten dürften jedoch der technische Datenschutz und
der sensible Umgang mit betriebseigenen Informationen. Zudem mangele
es auch noch auf dem Land an einer flächendeckenden
Breitband-Internetverbindung, die lokale Daten vom Feld ohne
Zeitverzögerung an elektronische Datenserver übermittelt. Die
Unterstützung neuer Lösungsansätze könne das Bewusstsein fördern und
so einen Beitrag zum Umweltschutz bieten.
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