Rheinische Post: Kommentar: Fahrverbot macht Sinn
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Selbstbestimmte Mobilität gehört für die meisten Bürger zum hohen Gut
persönlicher Freiheit. Wer seinen Führerschein abgeben muss, fühlt
sich geächtet. Die Richter wissen das und nutzen den
Führerscheinentzug bislang bei Verkehrsdelikten. Nun sollen auch
Einbrecher den Führerschein verlieren. Die Strafrechtler, die diese
Empfehlung ausgesprochen haben, sind überzeugt: Fahrverbote schrecken
mehr als Haftstrafen, die oft genug zur Bewährung ausgesetzt werden.
Rechtlich begründen lässt sich der Führerscheinentzug auch,
schließlich geht kaum ein Einbrecher zu Fuß zum Tatort. Damit ist das
Auto so etwas wie ein Tatwerkzeug. Die Opfer von Einbrüchen würde es
sicher freuen, kämen solch "wirksame Strafen" zum Tragen. Die
Entscheidung liegt nun beim Gesetzgeber. Die Richter, oft gescholten
wegen zu milder Urteile, haben eine gute Empfehlung ausgesprochen.
Eine Grundvoraussetzung aber fehlt zur Wirksamkeit: Die
Aufklärungsquote bei Einbrüchen muss deutlich besser werden. Nur
gefasste Täter können bestraft werden.
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Datum: 24.05.2017 - 20:40 Uhr
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