Lohnnullrunden sind Gift für Konjunktur
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Lohnnullrunden sind Gift für Konjunktur
Der stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion, Klaus Ernst, weist die Forderung nach Lohnnullrunden aus dem Arbeitgeberlager scharf zurück. Nullrunden seien faktisch Lohnsenkungen und Gift für die Konjunktur. Ernst erklärt:
"Wer jetzt Nullrunden oder sogar Lohnsenkungen fordert, liegt vollständig daneben. Es ist unredlich, Jobsicherung gegen Lohnerhöhungen aufzurechnen. Die Arbeitgeber tun ja gerade so, als ob es eine Gnade wäre, dass sie ihre Arbeitnehmer überhaupt bezahlen. Die Kurzarbeit kostet vor allem die Bundesagentur und den Staat Milliarden. Die Unternehmen haben damit ihr Personalkostenkonto entlastet und sparen nach der Krise Rekrutierungs- und Qualifikationskosten. Wenn jetzt die Löhne gedeckelt werden, dann schadet das der Konjunktur. Die Arbeitnehmer in Deutschland haben seit Jahren mit sinkenden Realeinkommen zu kämpfen. Selbst im Aufschwung haben die Löhne nicht mit der Inflation Schritt gehalten.
Die Arbeitgeber haben sich die Boomrendite allein in die Tasche gesteckt. Jetzt müssen sie einen Teil davon den Arbeitnehmern zurückgeben. Wenn die Löhne nicht steigen, säuft die Massennachfrage ab. Ordentliche Lohnerhöhungen sind dagegen ein probates Antikrisenrezept."
F.d.R. Michael Schlick
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
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Datum: 04.01.2010 - 12:36 Uhr
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