Bereits 101.820 Cholera-Verdachtsfälle registriert - DRK: Lage im Jemen dramatisch

Bereits 101.820 Cholera-Verdachtsfälle registriert - DRK: Lage im Jemen dramatisch

ID: 1498318
(ots) - Die humanitäre Lage im Jemen wird nach dem Ausbruch
der Cholera immer dramatischer. Zudem steht das Land, das von einem
schweren bewaffneten Konflikt gezeichnet ist, am Rande einer
Hungersnot. Der Cholera-Ausbruch hat innerhalb von nur rund vier
Wochen bis jetzt mindestens 789 Menschen getötet, 101.820 Menschen
weisen inzwischen die typischen Symptome der Durchfallerkrankung auf
und gelten als Verdachtsfälle. "Die Zahlen steigen täglich. Die
Helfer von Rotem Kreuz und Rotem Halbmond sind rund um die Uhr im
Einsatz, sie helfen, wo sie können. Viele Menschen sind bereits vom
Hunger geschwächt. Das DRK ruft die Bevölkerung zu Spenden auf.
Zugleich fordern wir die internationale Gemeinschaft auf, ihre Hilfen
für die notleidende und hungernde Bevölkerung im Jemen und am Horn
von Afrika zu verstärken", sagt DRK-Präsident Rudolf Seiters.

Das DRK ist bereits seit 2009 im Jemen gemeinsam mit dem
Jemenitischen Roten Halbmond mit humanitären Projekten engagiert.
"Gegen die Cholera stellen wir Infusionen, Desinfektionsmittel,
Medikamente, allgemeine Krankenhausausstattung und Hygiene-Pakete
bereit, um die größte Not zu lindern", sagt Seiters. Zudem werden
Trainings für Krankenschwestern und -pfleger zur Behandlung von
Cholera angeboten und Aufklärungsmaterial an die Bevölkerung
ausgegeben. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz hat allein in
den vergangenen Tagen bereits mehr als 40 Tonnen Hilfsgüter in den
Jemen gebracht.

"Das Gesundheitssystem im Jemen ist durch die anhaltende Gewalt
und fehlenden Zugangsmöglichkeiten für Helfer extrem geschwächt,
viele Krankenhäuser sind durch Luftangriffe zerstört. Hinzu kommt,
dass die Hauptstadt Sana'a mit rund 2,5 Millionen Einwohnern und
mehreren hunderttausend Binnenflüchtlingen, ebenso wie fast alle
anderen großen Städte, keine funktionierende Trinkwasserversorgung


mehr hat. Die bisherige Hilfe reicht bei weitem nicht aus", sagt
Seiters.

Das DRK bittet um Spenden:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Nothilfe Jemen



Pressekontakt:
Dr. Dieter Schütz, Tel. 030 85404-158, schuetz@drk.de

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Datum: 09.06.2017 - 12:10 Uhr
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