Heilbronner Stimme: G20-Gipfel: Bund Deutscher Kriminalbeamter warnt vor katastrophalen Einsatzbedingungen für die Polizei
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Bunds Deutscher Kriminalbeamter (BDK), drängt darauf, offene Fragen
vor dem G20-Gipfel in Hamburg rasch zu lösen. Vor dem Hintergrund
zunehmender Gewaltbereitschaft sagte Reinecke der "Heilbronner
Stimme" (Dienstagausgabe): "Unvorhersehbare und nicht beeinflussbare
Faktoren können die bisherige, gute Einsatzvorbereitung der Hamburger
Polizei erheblich beeinträchtigen. So ist beispielsweise eine letzte
Entscheidung darüber, ob Gipfelaktivisten eine Fläche für ein
Protestcamp im Stadtbereich zur Verfügung gestellt wird, noch nicht
abschließend entschieden worden. Ein Protestcamp - beispielsweise im
Hamburger Stadtpark oder im Hamburger Volkspark - würde das
Einsatzkonzept erheblich schwächen, weil erhebliche Kräfte hierfür zu
Verfügung gestellt werden müssen."
Reinecke fügte hinzu: "Weiter könnte es sein, dass
Großversammlungen in Messenähe, wie beispielsweise auf dem
Heiligengeistfeld in Hamburg St. Pauli, für die Hamburger Polizei
katastrophale Einsatzbedingungen zur Folge hätten. So ließe sich eine
Versammlung von mehreren zehntausend Menschen auf einer Fläche wie
dem Heiligengeistfeld schlichtweg nicht kontrollieren. Auch hierüber
ist die letzte - gerichtliche - Entscheidung noch nicht getroffen."
Der Landesvorsitzende fürchtet auch, dass "sich die
Sicherheitskräfte einiger Gipfeldelegationen nicht an die von der
Hamburger Polizei vorgegebenen Einsatzpläne halten werden. Als
Beispiel seien hier die US-Amerikaner genannt, die traditionell wenig
oder keine Mitsprache bezüglich der Umsetzung ihrer eigenen
Sicherheitskonzepte zulassen. So könnte es beispielsweise dazu
kommen, dass die den Amerikanern eingerichteten Protokollstrecken
von diesen kurzfristig nicht angenommen werden und die Kolonne des
US-Präsidenten eine nicht abgesprochene Strecke zum Veranstaltungsort
wählt."
Wegen der 15.000 eingesetzten Beamten werde die Hamburger
Innenstadt "nahezu Festungscharakter" haben, sagte Reinecke.
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Datum: 20.06.2017 - 09:09 Uhr
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