Fuchs: Wirtschaft und Beschäftigung weltweit stärken
ID: 1508212
internationalen Finanz- und Wirtschaftsbeziehungen
Am 7./8. Juli 2017 findet der G20-Gipfel unter deutscher
Präsidentschaft in Hamburg statt. Dazu erklärt der stellvertretende
Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Michael Fuchs:
"Die G20 haben eine besondere Verantwortung für die großen
internationalen Herausforderungen. Sie stehen für fast zwei Drittel
der Weltbevölkerung, über vier Fünftel des weltweiten
Bruttoinlandsprodukts und drei Viertel des Welthandels. Gerade in
einer Zeit, in der die internationale Zusammenarbeit etwa in der
Handels- und Klimapolitik selbst von der Regierung unseres engsten
Verbündeten USA in Frage gestellt wird, ist es wichtig, diese
Verantwortung wahrzunehmen.
Der G20-Gipfel in Hamburg ist eine riesige Chance für Europa,
Deutschland und alle anderen Teilnehmer, die internationale
Zusammenarbeit zu stärken. Das gilt besonders auf folgenden
Politikfeldern:
Handelspolitik
Vom G20-Gipfel sollte ein klares Signal ausgehen, den weltweiten
Handel, die multilaterale Handelspolitik und die
Welthandelsorganisation (WTO) in Genf zu stärken. Denn offene Märkte
und weltweiter Handel sind der Garant für Wachstum, einen hoher
Beschäftigungsgrad, mehr Wohlstand und mehr soziale Sicherheit. Auch
die USA verdanken ihre gewaltige Wirtschaftskraft dem internationalen
Handel und wechselseitiger internationaler Investitionen. Wettbewerb
belebt das Geschäft, er fördert Wachstum und Innovation. DieG20
müssen auch in diesem Jahr deutliche Zeichen gegen Protektionismus
und für faire Wettbewerbsbedingungen setzen.
Klimaschutz
Die Anstrengungen im Klimaschutz müssen weltweit koordiniert
werden. Unserem Planeten ist nicht gedient, wenn
Kohlendioxid-Emissionen nur geographisch auf der Erde verschoben
werden (sog. Carbon leakage). Die Schadstoffemissionen müssen überall
auf der Welt sinken. Dazu bedarf es international abgestimmter
Regeln, die den internationalen Wettbewerb nicht verzerren. Das gilt
zum Beispiel für Emissionshandelssysteme.
Digitalisierung
Die Digitalisierung ist eines der zentralen Themen der deutschen
G20-Präsidentschaft. Sie ist ein Treiber der Globalisierung. Ohne sie
wird es in Zukunft kein starkes, nachhaltiges und ausgewogenes
Wachstum der Weltwirtschaft geben. Jeder zweite Bürger der Welt ist
online; kaum ein Unternehmen kommt heute ohne Internet aus.
Integrierte Wertschöpfungsketten, Industrie 4.0, digitaler Handel,
soziale Netzwerke und Plattformen lassen die Welt noch enger
zusammenrücken.
Deutschland ist bei dem Thema gut aufgestellt und hat am 6. und 7.
April 2017 in Düsseldorf erstmalig ein Treffen der
G20-Digitalminister zum Thema "Digitalisation: Policies for a Digital
Future" veranstaltet.
Nachhaltige Entwicklung/Afrika
Afrika sollte noch viel stärker in die internationalen
Handelsbeziehungen integriert werden. Entwicklungshilfe ist wichtig,
entscheidend sind aber private Investitionen vor Ort. Wichtige
Voraussetzungen sind Staaten mit funktionierenden Verwaltungs- und
Rechtssystemen. Nur mit guter Regierungsführung ("Good Governance")
lassen sich günstige Rahmenbedingungen für den weiteren Aufbau der
Infrastruktur im Verkehrssektor und im digitalen Bereich schaffen.
Dasselbe gilt für gute Investitionsbedingungen und faire
Wettbewerbsbedingungen, ohne die sich insbesondere der kleine, lokale
Mittelstand nicht entwickeln kann.
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Datum: 06.07.2017 - 12:15 Uhr
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