Fachvertretung geht beim Kampf um Lehrlinge kreative Wege
Die Lehrlingszahlen für den Bereich Kunststoff steigen in Oberösterreich kontinuierlich. Besonders im Bereich Kunststoffformgebung konnte in den letzten beiden Jahren ein Anstieg von 66 Prozent verzeichnet werden. Dennoch werden in diesen Berufszweigen weiter Fachkräfte und Nachwuchs gesucht. Aus diesem Grund hat die Fachvertretung der Kunststoffverarbeiter in Oberösterreich nun eine Kommunikationsoffensive gestartet. Mit einem neuen Kino-Spot und dem Messeauftritt bei der „Jugend und Beruf“ im Herbst sollen Jugendliche für diese Lehrberufe begeistert werden.
In den letzten Jahren ist es mit verschiedenen Aktionen gelungen, die Ausbildung und den Beruf so zu positionieren, dass immer mehr junge Menschen sich für eine Karriere in der Kunststoffbranche entscheiden. Der Fachvertretung der Kunststoffverarbeiter ist es dabei wichtig, die Jugendlichen direkt und kreativ anzusprechen. Für den neuen Kino-Spot wurde zum Beispiel in ganz Oberösterreich zu einem Casting unter 13 – 19-Jährigen aufgerufen. Zur Premiere des fertigen Spots wurden Schulklassen eingeladen.
„Wir haben uns bewusst dazu entschlossen, nach unseren Hauptdarstellern in einem Casting zu suchen“, so Erika Lottmann. „Damit wollten wir erreichen, dass die Aufmerksamkeit für den Lehrberuf gesteigert wird und sich Jugendliche, aber auch Eltern, damit auseinandersetzen. Die Kunststofflehre ist eine attraktive Alternative zu den klassischen Lehrberufen für Burschen und vor allem Mädchen, bildet sie doch in einem spannenden Fachbereich mit vielen Aufstiegsmöglichkeiten aus. Das soll unser neuer Kino-Spot mit viel Farbe und positiver Energie transportieren. Für die Premiere haben wir 3. und 4. Klassen der Neue Mittelschulen eingeladen, um hier möglichst viele Jugendliche im richtigen Alter zu erreichen.“
Der Kinospot wird im Juni, im Dezember und rund um die Messe Jugend und Beruf in Wels in den oberösterreichischen Kinos laufen.
Spot auf YouTube:
https://youtu.be/BvDWgUhhSt8
Die Kunststofflehre
In der Kunststoffformgebung lernen die Lehrlinge in drei Jahren die Herstellung und Endbearbeitung von Kunststoffartikeln. Künftige KunststofftechnikerInnen lernen in vier Jahren die Herstellung von Kunststoffartikeln, Halbfabrikaten und Bauteilen. In beiden Bereichen kommen computergesteuerte Maschinen zum Einsatz. Die Palette der Produkte ist dabei enorm und reicht von Rohren über Verpackungen bis hin zu Maschinenteilen, Computergehäusen, Autoteilen oder ganzen Snowboards. Vor allem für Mädchen, die sich einen technischen Beruf wünschen, gibt es hier viele Möglichkeiten, so kann zum Beispiel nach dem Abschluss der Lehre auch die Berufsmatura gemacht werden, wodurch der Weg an die Universität offen steht.
Mag. Barbara Heim
„frischblut“ Markenführung & Kommunikations GmbH
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Datum: 13.07.2017 - 13:46 Uhr
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