Rheinische Post: Kommentar: Die Inklusion ist eine Schnecke
ID: 1511703
hinter dem Kanzler Willy Brandt war der Auffassung, dass es die
Schnecke sei, die den Fortschritt symbolisiere. Die Schnecke kriecht
so langsam, dass ihr wahrlich nichts Umstürzendes anhaftet. Als eine
Utopie jüngerer Zeit darf die Inklusion gelten: Dass alle Schüler mit
Förderbedarf eine Regelschule besuchen, wird so schnell nicht
Realität werden. Das liegt daran, dass die Bundesländer dieses
Vorhaben mit unterschiedlichem Verve vorantreiben. Man würde sich ein
bisschen mehr Mut und Sinn zur Realität wünschen. Gewiss, Inklusion
ist ein kompliziertes Feld, die Gemüter erhitzen sich hier schneller
als an anderer Stelle. Bildungspolitik landet als Gesprächsstoff an
den Küchentischen der meisten Familien. Schulkinder bringen
Erfahrungen mit; sie wissen, wo es gut läuft und wo nicht. Die reine
Inklusionsquote ist bloß ein politischer Motivationsindikator. Dieser
belegt, welchen Stellenwert eine Regierung dem Thema beimisst.
Gleichwohl geht es bei der Inklusion nicht um Geschwindigkeit. Sie
muss sinnvoll und planvoll sein. Vor allem aber muss sie den
betroffenen Schülern helfen. Die Inklusion ist eine Schnecke. Und das
ist auch ganz gut so.
www.rp-online.de
Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion
Telefon: (0211) 505-2621
Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 17.07.2017 - 20:37 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1511703
Anzahl Zeichen: 1570
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Düsseldorf
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 308 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Rheinische Post: Kommentar: Die Inklusion ist eine Schnecke"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Rheinische Post (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Neu-Nationalspieler Florian Neuhaus mag keine Vergleiche mit Toni Kroos und Ex-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger. "Beide sind große Spieler, die eine Ära des deutschen Fußballs geprägt haben. Natürlich ist es faszinierend, wie Kroos die Kontrolle über ein Spiel hat, und alles, was er
Ex-Nationalspieler Uwe Rahn an Darmkrebs erkrankt ...
Der frühere Nationalspieler und Torschützenkönig der Fußball-Bundesliga, Uwe Rahn, ist an Darmkrebs erkrankt. Das sagte der 58-Jährige im Interview mit der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Dienstag). "Die Diagnose war für mich natürlich ein Schock. Da der Krebs fortgeschritten
NRW-Oppositionsführer Kutschaty fordert Ende von Armin Laschets "Stop-and-Go-Politik" ...
Kurz vor dem Treffen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag dringt die SPD-Landtagsfraktion auf einen klaren Kurs der nordrhein-westfälischen Landesregierung: "Armin Laschet muss seine Strategie überdenken und rauskommen aus dieser Stop-and-Go-Politik. Lock
Weitere Mitteilungen von Rheinische Post
Rheinische Post: Kommentar: Ehrlichkeit im Revier ...
Der Ausstieg aus der Braunkohle war lange ein Tabu bei Union und SPD. Zu viele Arbeitsplätze hingen an ihr, zu viele Wähler. Doch nun spricht die Kanzlerin das Unsagbare aus: "Und dann kann man auch den Ausstieg ins Auge fassen." Tatsächlich kann Deutschland Merkels Klimaziele nur e
Rheinische Post: Kommentar: Das Brexit-Debakel ...
Das Nein der Briten zur EU wird einmal als Beispiel für eine völlig missglückte Volksabstimmung in die Geschichtsbücher eingehen. Es hat nicht nur die Nation gespalten und die EU aus dem Gleichgewicht gebracht, sondern noch nicht einmal die Frage der Position Großbritanniens zu Europa ein f
Mittelbayerische Zeitung: "Mittelbayerische Zeitung" Regensburg zur Flüchtlingssituation: ...
Der Exodus aus Afrika ruft in Europa die Hardliner auf den Plan. Nachdem der Flüchtlingsstrom über das Mittelmeer nicht abreißt, setzt der Westen auf knallharte Abschreckung. Man könnte es auch als Zynismus in Reinkultur bezeichnen. Denn die Botschaft von EU-Größen wie dem österreichische
Lausitzer Rundschau: Lob und Tadel Kritik an Schulz' Zukunftsplan ...
Der Frontverlauf überrascht nicht: Die Union hält den zehn Punkte umfassenden "Zukunftsplan" von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz für eine "wahllose Ansammlung von Begriffen". Die Genossen werfen ihrerseits der Union Planlosigkeit vor und verteidigen die Ideen ihres Spitz




