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deutsche Helfer - Woidke bedauert Warschauer Absage an THW- und
Feuerwehrleute
Küstrin/Potsdam (MOZ) Die Organisatoren des Rockfestivals
"Haltestelle Woodstock" im polnischen Grenzort Kostrzyn (Küstrin)
haben trotz einer offiziellen Absage aus Warschau Helfer von der
Brandenburger Feuerwehr darum gebeten, bei der Absicherung der
Veranstaltung wie in den vergangenen Jahren mitzuwirken. Jurek
Owsiak, der der Chef der Stiftung ist, die das Festival vom 3. bis 5.
August veranstaltet, sagte am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in
Zielona Góra (Grünberg) dazu: "Unsere deutschen Partner kennen sich
nicht nur sehr gut an der Grenze aus, sondern sind auch für die
vielen deutschen Festivalgäste immer ein Ansprechpartner gewesen.
Deshalb wäre es sehr gut, wenn sie wieder mit dabei wären." Zu
Wochenbeginn war bekannt geworden, dass die Kommandantur der
polnischen Landesfeuerwehr die deutschen Helfer von den Feuerwehren
in Frankfurt(Oder) und Berlin sowie vom THW-Landesverband
Berlin-Brandenburg ausgeladen hatte. Zur Begründung sagte ein
Sprecher, man wolle die Deutschen nicht der Gefahr terroristischer
Anschläge aussetzen. Später hieß es, man werde angesichts der
Gefahrenlage noch mehr polnische Kräfte einsetzen. Der Leiter des
Amtes für Brand- und Katastrophenschutz und Chef der Frankfurter
Feuerwehr, Helmut Otto, bestätigte am Donnerstag, dass er bereits ein
Schreiben mit der Bitte von Jurek Owsiak erhalten habe. "Natürlich
sind wir sehr dankbar für diesen Vertrauensbeweis, aber gleichzeitig
wäre ein Einsatz ohne Abstimmung mit den polnischen Behörden nicht
sinnvoll", sagte Otto dazu. Deshalb habe man in Absprache mit dem
Brandenburger Innenministerium noch einmal eine Anfrage an die
polnische Feuerwehr zwecks des gemeinsamen Einsatzes gerichtet. Auch
Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke, der zugleich Koordinator
der Bundesregierung für die Beziehungen zu Polen ist, äußerte sich am
Donnerstag gegenüber der "Märkischen Oderzeitung" zu der
Angelegenheit. Der SPD-Politiker sagte: "Ich bedauere diese
Entscheidung Warschaus außerordentlich, gibt es doch hier an der Oder
seit Jahren eine eingespielte grenzüberschreitende Zusammenarbeit der
Feuerwehren. Verwundert bin ich darüber, dass die polnische Seite
dies mit der Bedrohung durch potentielle Terroranschläge begründet.
Bei Großveranstaltungen sind erhöhte Gefährdungspotentiale ohnehin
nicht ausgeschlossen. Gerade bei de facto landesübergreifenden
Veranstaltungen, wie dem Festival, scheint es angezeigt, der
Gefahrenlage durch gute Zusammenarbeit gemeinsam zu begegnen."
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Datum: 20.07.2017 - 16:02 Uhr
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