Westfalenpost: Ende der Stillhalte-Koalition - Zur Flüchtlingspolitik
ID: 1513471
Flüchtlingspolitik vor riesigen Herausforderungen - unabhängig davon,
ob weitere Menschen nach Deutschland strömen oder nicht. Die eine
Million Menschen, die auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise 2015 und
2016 zu uns gekommen sind, müssen integriert, einige von ihnen
abgeschoben werden. Dabei stehen wir erst am Anfang, wir brauchen vor
allem Arbeitsplätze, auch Wohnungen, für die Abschiebungen zudem
tragfähige Vereinbarungen mit Aufnahmeländern. Dazu müssen die
Neuankömmlinge gesellschaftlich-kulturell integriert werden; etwa,
was die Vermittlung von Werten betrifft. Das ist, ohne jede
Übertreibung: eine Jahrhundertaufgabe. All das spielt im Wahlkampf
bislang keine Rolle. Auch die Frage, ob wir weitere Menschen
aufnehmen wollen, können oder gar müssen, wurde nicht thematisiert.
Dabei deutet sich in Italien längst eine neue Flüchtlingskrise an.
Jenseits der AfD hatte sich - aus unterschiedlichen Gründen - eine
Stillhalte-Allparteienkoalition in dieser Frage gebildet. Damit ist
es vorbei: Martin Schulz warnt mit Blick auf dass Mittelmeer vor
einer Neuauflage der Krise. Zu Recht. Der Vorwurf, der
SPD-Kanzlerkandidat mache Wahlkampf mit dem Flüchtlingsthema, er
helfe damit vor allem der AfD, ist dabei absurd. Nicht die
Thematisierung von Problemen macht die Rechtsaußen-Partei stark; es
ist das Totschweigen, was die Leute in die Arme der AfD treibt. Wie
wollen wir mit den Geflüchteten umgehen, den bisherigen und möglichen
neuen? Diese Frage muss geklärt werden, darauf gilt es schlüssige
Antworten zu geben. In aller Offenheit und am besten vor der Wahl.
Die Wähler haben ein Recht darauf. Die Flüchtlinge im Übrigen auch.
Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion
Telefon: 02331/9174160
Original-Content von: Westfalenpost, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 23.07.2017 - 21:16 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1513471
Anzahl Zeichen: 2067
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Hagen
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 497 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalenpost: Ende der Stillhalte-Koalition - Zur Flüchtlingspolitik"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westfalenpost (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Oliver Ruhnert, der designierte Generalsekretär des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW), spricht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in seiner Partei den nötigen Rückhalt ab. Merz habe "keine Hausmacht mehr", so Ruhnert im Interview mit der in Hagen erscheinenden WESTFALENPOST (Print: Mo
Westfalenpost: Herdecker Bürgermeisterin gibt erstes Interview nach Messerangriff ...
Die neue Bürgermeisterin von Herdecke, Iris Stalzer, hat sich rund drei Wochen nach der Messerattacke auf sie erstmals in einem Interview ausführlich öffentlich geäußert (Online: Freitag/ Print: Samstagsausgabe). Die 57-jährige SPD-Politikerin hatte am 7.Oktober in ihrem eigenen Haus lebensgef
Westfalenpost: Ministerpräsident Wüst: Keine neue Gebietsreform für NRW ...
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat die Kommunale Neugliederung in Nordrhein-Westfalen vor 50 Jahren gewürdigt. "Die Gebietsreform war ein wichtiger Schritt, um die kommunale Verwaltung in Nordrhein-Westfalen zukunftsfähig zu machen", sagt er der WESTFALENPOST (WP; Online Mitt
Weitere Mitteilungen von Westfalenpost
Westdeutsche Zeitung: Ein merkwürdiger Wahlkampf ...
Von Olaf Kupfer Als mit Peer Steinbrück unlängst der letzte SPD-Herausforderer von CDU-Kanzlerin Angela Merkel kabarettistisch in Köln wirkte, beschwor er die kämpferischen Fähigkeiten des SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz. Ernsthaft sagte Steinbrück, Schulz müsse den Kopf oben lassen
WAZ: Wegducken ist keine Politik - Kommentar von Frank Preuß zur Flüchtlingskrise ...
Die Bilder der Menschenschlangen an den deutschen Grenzen sind zwei Jahre alt. Fotos von überfüllten Turnhallen und ebenso überfüllten Kleiderkammern folgten ihnen. Kein Tag, an dem die Flüchtlingskrise nicht im Zentrum der Berichterstattung stand. Griechische Finanztragödien und russisch-u
WAZ: Besser legal als schwarz putzen - Kommentar von Matthias Korfmann zu Minijobs ...
Sie schrubben Fußböden, gießen drinnen und draußen die Blumen, erledigen für Senioren die Einkäufe und passen in den Ferien auf die Wohnung auf: Haushaltshilfen. Ihre Arbeit geht auf die Knochen, nicht immer sind die Arbeitgeber verständnisvoll, keine Gewerkschaft mischt sich ein, wenn es
WAZ: Einüberfälliger Schritt - Kommentar von Christopher Onkelbach zu Sigmar Gabriels offenem Brief ...
Es waren harte und kritische Worte, die Außenminister Sigmar Gabriel mit Recht nach der Verhaftung der Menschenrechtler wählte: Die Türkei verlasse den Boden europäischer Werte, unbescholtene deutsche Staatsbürger seien in der Türkei nicht mehr sicher vor dem willkürlichen Zugriff des Reg




