Westdeutsche Zeitung: Kommentar zu den USA: Präsident Nichtsnutz
ID: 1516640
Nein, das ist nicht zum Lachen. Und das Weiße Haus ist auch keine
Soap Opera zur Unterhaltung eines Weltpublikums. Es ist die
Schaltzentrale der noch immer größten Militärmacht der Welt und
Sinnbild einer traditionsreichen Demokratie. Dass diese
Schaltzentrale derzeit in Rekordzeit zu einer internationalen
Lachnummer verkommt, kann nur der lustig finden, der aus dem Blick
verloren hat, welche weltpolitische Verantwortung sich hier
konzentriert.
Nach 100 Tagen war Donald Trumps Bilanz schon beschämend. Am
kommenden Montag ist er 200 Tage im Amt - und die Bilanz seines
ersten halben Jahres ist atemberaubend erbärmlich. Für sein Land hat
Trump bisher geleistet: nichts, nichts und wieder nichts. Seine
Außenpolitik: ein unberechenbares Desaster. Seine Innenpolitik: ein
inkompetentes Desaster. Sein Auftreten und seine Führungsqualitäten:
ein eitles Desaster. Trumps größtes Verdienst liegt noch in seinem
Unvermögen, den großmäulig angekündigten Ausstieg aus dem
Gesundheitssystem Obamacare politisch durchzusetzen.
Wer hinter Trumps Twitter-Tiraden, Verbalattacken und aufgeblähten
Business-Attitüden noch immer irgendeine gewiefte Strategie vermutet,
sollte sich eingestehen: Da ist nichts. Europa und die Welt können
nur hoffen, beten und nach besten Möglichkeiten helfen, dass die USA
und ihre demokratischen Kontrollmechanismen dieses narzisstische
Inferno halbwegs unbeschadet überstehen. Und alle Protestwähler und
Elitenverächter der Welt sollten sich fragen, ob es wirklich das ist,
was sie wollen: die personifizierte Verantwortungslosigkeit in die
Schaltzentralen zu hieven.
Im August 2015 hatte der jetzt in Rekordzeit geschasste
Kommunikationsdirektor Anthony Scaramucci seinen späteren
Kurzzeit-Arbeitgeber Donald Trump noch einen "politischen Nichtsnutz"
genannt. Es war sein vielleicht hellsichtigster Moment. Scaramucci
ist wieder weg. Der Nichtsnutz bleibt.
Pressekontakt:
Westdeutsche Zeitung
Nachrichtenredaktion
Telefon: 0211/ 8382-2370
redaktion.nachrichten@wz.de
www.wz.de
Original-Content von: Westdeutsche Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 01.08.2017 - 18:58 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1516640
Anzahl Zeichen: 2429
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Düsseldorf
Kategorie:
Außenhandel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 412 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westdeutsche Zeitung: Kommentar zu den USA: Präsident Nichtsnutz"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Von Lothar Leuschen Der Auftakt ist schon nicht gelungen gewesen. Statt eine möglichst verbindende Rede zu halten, erging sich Alterspräsident Gregor Gysi darin, die Parteiprogrammatik der Linken abzuspulen inklusive der Aufforderung, das Gespräch mit Russland zu suchen. Dass die Abgeordneten de
Kommentar: Die USA sind verloren / zu Trump und den Folgen ...
Von Lothar Leuschen Die Ereignisse überschlagen sich. Nur wenige Stunden, nachdem die USA angekündigt hat, die Unterstützung der Ukraine im Verteidigungskampf gegen Russland abzubrechen, kommt ebenso aufgeschreckt wie unausgegoren aus der Union in Deutschland der Ruf nach Rückkehr zur allgemein
WZ-Kommentar zu: Lars Klingbeil ist neuer SPD-Fraktionschef ...
Der, auf den es ankommt Von Lothar Leuschen Normalerweise wäre es eine Randnotiz, dass Lars Klingbeil am Mittwoch im Otto-Wels-Saal des Reichstagsgebäudes zum neuen Vorsitzenden der SPD-Fraktion gewählt worden ist. Aber in diesen Tagen ist nichts mehr normal, auch nicht, dass die SPD-Fraktion i
Weitere Mitteilungen von Westdeutsche Zeitung
Mittelbayerische Zeitung: Leitartikel zu Trump und seine Personalpolitik ...
Ein wenig Mitleid verdient Anthony Scaramucci alias "The Mooch" schon. Der Hedgefonds-Manager gab für die Chance, das Sprachrohr Donald Trumps zu werden, eine Menge auf. Er trennte sich von seinem Geschäft, riskierte die Scheidung von seiner Frau und verpasste sogar die Geburt seines
"dunja hayali" im ZDFüber den Bundeswehreinsatz in Mali (FOTO) ...
Es ist einer der gefährlichsten Einsätze der Vereinten Nationen: die UN-Blauhelmmission Minusma in Mali. Zwei Soldaten der Bundeswehr kamen dort bei einem Hubschrauberabsturz am 26. Juli 2017 ums Leben. Dunja Hayali war bereits Anfang Juni im Bundeswehrcamp Castor im Norden des Landes und
Bain-Studie zum chinesischen Lkw-Markt / Europäische Lkw-Hersteller profitieren von steigendem Kostenbewusstsein in China ...
Mehr als 20 Prozent der chinesischen Flottenmanager wollen in Zukunft hochwertigere Lkw kaufen - Die Kundenloyalität in China gegenüber europäischen Lkw-Herstellern ist hoch - Obere Mittelklasse und Premium-Lkw mit guten Wachstumschancen - Hersteller müssen Kosten senken, Servic
Rheinische Post: Kommentar / Skrupellose Sozialisten = Von Tobias Käufer ...
Venezuelas regierende Sozialisten haben im Dezember 2015 die Parlamentswahlen krachend verloren. Doch anstatt den höchsten Souverän zu respektieren, haben sie sich ein eigenes Parlament gebastelt. Seit der Wahlniederlage ignoriert Präsident Nicolás Maduro die Nationalversammlung, regiert mit




