Weser-Kurier: Kommentar von Florian Schwiegershausenüber Air Berlin
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hält sie auf, unsere Air Berlin! Das mussten sich früher alle
Passagiere am Telefon vorsingen lassen, die in der Warteschleife von
Air Berlin hingen, um ihre Fluggastrechte einzufordern - weil sie
wieder irgendwo sitzengelassen wurden. Nun ist Deutschlands
zweitgrößte Fluggesellschaft, entstanden aus einem Ferienflieger,
insolvent. Die Wartemusik ist ein Beispiel, wie unnötig Geld
verbrannt wurde, seitdem die Airline Millionen durch den Börsengang
2006 eingesammelt hatte - mit Moderator Johannes B. Kerner als
Werbegesicht.
Es ging bergab. Air Berlin kaufte vom Geld die gute alte LTU, die
Schweizer Airline Belair, dba und Anteile an Niki Laudas Airline
"Niki". All die verschiedenen Flugzeugtypen und die verschiedenen
Unternehmenskulturen ließen sich nur schwer integrieren. Dann wollte
Air Berlin gleichzeitig Ferienflieger, Linienflieger und
Billigflieger sein. Das kann nicht funktionieren. Bitter ist das für
die Mitarbeiter. Sollte es eine Zukunft für die Airline geben, dann
am besten unter dem Namen "LTU", woran Air Berlin noch die
Namensrechte besitzt. Noch so ein Management-Fehler, positiv
behaftete Marken sterben zu lassen!
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Datum: 15.08.2017 - 23:14 Uhr
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