Westdeutsche Zeitung: Nach der Lebenslauf-Lügenaffäre: Die frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Petra Hinz zieht Bilanz
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aus Essen, die im vergangenen Jahr mit ihrer Lebenslauf-Lüge für
Schlagzeilen gesorgt hat, blickt nun wieder nach vorn. "Ich bin 55
Jahre alt, möchte nochmal neu durchstarten, und ich habe auch das
Recht dazu", sagt sie im Gespräch mit der "Westdeutschen Zeitung"
(Samstagsausgabe). "Richtig angekommen bin ich noch nicht." Hinz
hatte in ihrem Lebenslauf "Juristin" angegeben, ohne es zu sein. Nach
dem Auffliegen der Lüge und dem anschließenden Zerwürfnis mit ihrer
Partei legte sie ihr Mandat nieder und trat aus der SPD aus. "Ich
hatte 34 Jahre lang nur SPD gedacht und gewirkt." Jetzt kümmere sie
sich erstmals um sich selbst. Mit der SPD ist sie nach eigenem
Bekunden "durch". Rückblickend sagt sie: "Ich habe meine Eltern und
meine Familie angelogen und dann hat sich das wie ein roter Faden
weiter durch mein Leben gezogen. Vielleicht sei sie in ihrer Arbeit
deshalb so "überkorrekt bis kleinkariert gewesen." Noch heute fühlt
sie sich von einzelnen Medienvertretern "regelrecht gestalkt". "Das
nimmt derzeit Formen an, dass ich mich gezwungen sehe, juristische
Schritte einzuleiten."
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Datum: 18.08.2017 - 16:30 Uhr
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