neues deutschland: Kommentar zu teuren und sinnlosenÖPP-Projekten: Dumm ist nur, wer Dummes tut
ID: 1523060
Betreiber auszulagern, scheint vielen Kapitalismuskritikern eine
dumme Idee zu sein. Schließlich geben Bund und Länder damit nicht nur
die Hoheit über wichtige Daseinsvorsorgebereiche auf, sondern tragen
dazu bei, lebensnotwendige Güter zu einem reinen Produkt zu machen.
Doch auch wer diese moralisch-idealistische Kritik ablehnt, musste
sich in den vergangenen Jahren den nackten ökonomischen Tatsachen
stellen: Und die zeigen, dass ÖPP nicht nur eine dumme Idee, sondern
zudem in der Regel teurer als gedacht sind; von den Folgekosten für
die öffentliche Hand ganz zu schweigen. So könnte der Versuch,
einzelne Teilstücke der deutschen Autobahnen durch private Konsortien
sanieren beziehungsweise neu bauen zu lassen, den Bund teuer zu
stehen kommen. Die Autobahngesellschaft A1 Mobil, die den Ausbau der
Strecke Hamburg - Bremen finanziert hatte, soll laut Medienberichten
vor der Insolvenz stehen, denn die geplanten Milliardeneinnahmen aus
der Lkw-Maut fließen seit der Finanzkrise eher spärlich. Nun soll der
Bund herhalten, A1 Mobil verklagt ihn auf 640 Millionen Euro, um die
Gläubiger zu besänftigen. Der Vorgang zeigt die gesamte Dummheit der
ÖPP-Idee: Gewinne privatisieren und Verluste vergesellschaften bringt
eben keinen Gewinn für die Bürger, auch wenn der Wirtschaftsminister
das behauptet. Doch wer moralisch nicht hören will, muss nun
wirtschaftlich fühlen. Dumm gelaufen.
Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion
Telefon: 030/2978-1722
Original-Content von: neues deutschland, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 23.08.2017 - 17:43 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1523060
Anzahl Zeichen: 1797
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 282 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"neues deutschland: Kommentar zu teuren und sinnlosenÖPP-Projekten: Dumm ist nur, wer Dummes tut"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
neues deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Tageszeitung "neues deutschland" erscheint von diesem Montag an wochentags mit neuem Layout und unter dem Titel "nd.DerTag". Die Wochenendausgabe heißt schon seit fast zwei Jahren "nd.DieWoche". Die Zeitung, die weiterhin als "Sozialistische Tageszeitung"
Viele Berliner Gewerbemieter beantragen Mietstundungen ...
Fast ein Viertel aller Gewerbemieter der Berliner landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM haben für Mai und Juni eine Mietstundung beantragt. Darüber berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland". Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Senatsver
"neues deutschland": EU-Abgeordnete Demirel: Mindestlohn unter zwölf Euro bedeutet Armutslohn ...
Die Europaabgeordnete der LINKEN Özlem Alev Demirel hat sich für eine schnelle Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland auf wenigstens zwölf Euro pro Stunde ausgesprochen. "Alles andere bedeutet Armutslohn", sagte die Abgeordnete, die u.a. im Sozialausschuss des EU-Parlaments tätig is
Weitere Mitteilungen von neues deutschland
Dieselskandal - PIRATEN fragen nach Konsequenzen ...
Politik deckt weiterhin die kriminellen Machenschaften der Automobilindustrie. Zwei Jahre Dieselskandal: Bisher keine Aufklärung, unzureichende Nachrüstung der betroffenen Fahrzeuge per Software, drohende Fahrverbote. Die PIRATEN fordern konsequentes Handeln und das sofort. Der Dieselskand
WAZ: Martin Schulz: "Mit mir gibt es keine Autobahnprivatisierung" ...
SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat sich angesichts der drohenden Pleite einer privaten Betreibergesellschaft der Autobahn A1 zwischen Hamburg und Bremen massiv gegen weitere Privatisierungspläne im deutschen Fernstraßennetz ausgesprochen. "Mit mir als Kanzler wird es eine Autobahnprivat
KN: Kieler Nachrichten: Ex-Bildungsministerin Waltraud Wende rechnet mit Albig ab ...
Knapp drei Jahre nach ihrem Rücktritt hat Schleswig-Holsteins frühere Bildungsministerin Waltraud "Wara" Wende (59) gegenüber den "Kieler Nachrichten" (Mittwochsausgabe) mit Ex-Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) und den Fraktionen im Landtag abgerechnet. Sie finde gut,
Mittelbayerische Zeitung: "Guttenbergs Comecack" - ein Kommentar der Mittelbayerischen Zeitung zur Rolle des einstigen CSU-Stars ...
Die Trump-Ära mit ständig neuen Ungeheuerlichkeiten aus dem Weißen Haus, die Verrücktheiten der britischen Brexit-Erzwinger oder die Zertrümmerung demokratischer Werte durch den türkischen Regierungschef Recep Erdogan haben das politische Schmerzempfinden nach unten geschraubt. Klein mutet




