FDP-Vorsitzender Christian Lindner will wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der Türkei auf Eis legen
ID: 1527781
Martin Schulz hat auch FDP-Chef Christian Lindner erneut eine
Neuausrichtung der Türkei-Politik und den Abbruch der
EU-Beitrittsgespräche gefordert sowie verlangt, die wirtschaftliche
Zusammenarbeit auf Eis zu legen. "Wenn deutsche Staatsangehörige
inhaftiert werden, wenn es einen Putsch von oben gibt, wenn sich die
Türkei von allem entfernt, was Europa ausmacht, muss der
Beitrittsprozess sofort beendet werden und es kann keine
wirtschaftliche Zusammenarbeit mehr geben, denn die ökonomischen
Fragen sind diejenigen, wo man Erdogan treffen kann", erklärte
Lindner im Fernsehsender phoenix (Donnerstag, 7.
September/Ausstrahlung 8. September). In den vergangenen Monaten sei
man dem türkischen Präsidenten viel zu oft entgegengekommen und habe
Konsequenz von deutscher Seite aus vermissen lassen,.
Konsequenz forderte Lindner auch in anderen Politikfeldern ein. So
etwa von den deutschen Automobilunternehmen, deren Verhalten
gegenüber den deutschen Kunden inakzeptabel sei. "Wenn Unternehmen
wie Volkswagen Autos verkaufen, die danach nicht halten, was zugesagt
wurde, dann bin ich nicht stinksauer, sondern erwarte, dass dieses
Unternehmen alle Käufer entschädigt, wie in den USA, inklusive
Motorumrüstung", nahm Lindner Bezug auf eine entsprechende Äußerung
von Kanzlerin Merkel im Duell mit ihrem Kontrahenten Schulz am
vergangenen Sonntag. Dies sei durchaus zu finanzieren, denn dann
müsse lediglich die Dividende für die Aktionäre geringer ausfallen,
so Lindner.
In der deutschen Steuerpolitik will der FDP-Chef neue Wege gehen.
Was etwa derzeit in der Erbschaftssteuer gelte, sei nicht gerecht.
"Ich bin dafür, dass auf alles, was vererbt wird, auch auf ein
Unternehmen, das eine Milliarde Euro wert ist, ein kleiner Steuersatz
erhoben wird", meinte Lindner und brachte einen einstelligen
Prozentsatz ins Spiel. Bei der Grunderwerbssteuer wolle die FDP dafür
sorgen, dass bei einem Eigentumskauf bis zu 500.000 Euro keine
Steuerlast anfalle.
Pressekontakt:
phoenix-Kommunikation
Pressestelle
Telefon: 0228 / 9584 192
Fax: 0228 / 9584 198
presse@phoenix.de
presse.phoenix.de
Original-Content von: PHOENIX, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 07.09.2017 - 18:23 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1527781
Anzahl Zeichen: 2530
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bonn
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 294 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"FDP-Vorsitzender Christian Lindner will wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der Türkei auf Eis legen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
PHOENIX (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Welche Rolle spielt Macht in der Politik - und wie viel Gestaltung ist in Krisenzeiten möglich? Über diese und weitere Fragen spricht Theo Koll in der aktuellen Ausgabe von phoenix persönlich mit dem bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden Markus Söder. Im Gespräch blickt Söder
Lettlands Präsident Edgars Rinkevics beim NATO-Gipfel über Europa: "Große Ankündigungen, aber wenig Taten" ...
Lettlands Präsident Edgars Rinkevics forderte am Rande des NATO-Gipfels im Interview mit dem Fernsehsender phoenix die Einheit des Militärbündnisses und äußerte Verständnis für die Forderung von US-Präsident Donald Trump nach mehr europäischer Verantwortung. Der US-Präsident habe recht, wa
Bundesaußenminister Wadephul: Angriffe der USA sind Reaktion auf Vorgehen des Iran in der Straße von Hormus ...
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat am Rande des NATO-Gipfels in Ankara auf die Angriffe der USA auf den Iran in der vergangenen Nacht reagiert. Bei phoenix sagte Wadephul, die Militärschläge seien eine "Antwort der USA auf Angriffe des Iran". "Es muss dem Iran schon klar gemac
Weitere Mitteilungen von PHOENIX
CDU weiterhin stärkste Kraft in Baden-Württemberg, Verluste für die SPD, Zugewinne für AfD und Linke / Umfrage im Auftrag von SWR und Stuttgarter Zeitung (FOTO) ...
Wäre bereits am kommenden Sonntag Bundestagswahl, läge die CDU in Baden-Württemberg mit 42 Prozent (ein Prozentpunkt weniger gegenüber der letzten Umfrage vom Juli 2017) weiterhin deutlich vorn. Die SPD dagegen könnte im Südwesten nur noch mit 17 Prozent rechnen - zwei Prozentpunkte we
neues deutschland: Faschismusforscher Hoffmann: Gedenkstättenbesuch kompensiert nicht fehlendes historisches Wissen ...
"Dass Gedenken allein nicht viel bewirkt, zeigen aktuelle Entwicklungen", meint Gerhard Hoffmann von der Lagerarbeitsgemeinschaft Buchenwald-Dora. Der Historiker und Publizist, Jg. 1944, verweist anlässlich des am Sonntag bundesweit begangenen "Tages der Mahnung und Erinnerung&q
neues deutschland: SPD-Abgeordneter Verrycken warnt vor islamistischer Radikalisierung von Geflüchteten in Berlin ...
Der Berliner SPD-Abgeordnete Fréderic Verrycken warnt in der Tageszeitung »neues deutschland« (Freitagausgabe) vor islamistischer Radikalisierung von Geflüchteten durch fundamentalistische Moscheevereine. »Es ist besorgniserregend, dass Geflüchtete sich vermehrt von den Angeboten der Salaf
Lehrermangel in Baden-Württemberg: Piraten kritisieren Sparpolitik in der Bildung ...
Die Piratenpartei Baden-Württemberg kritisiert die Landesregierung für ihren Sparkurs im Bildungsbereich. Laut einer Mitteilung der "Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft" [1] stehen in diesem Schuljahr 700 Lehrerstellen weniger zur Verfügung als im Vorjahr. Nach Auskunft des Kultu




