NOZ: NOZ: Bundeswehr-Devotionalien: Schon 20 Anfragen bei Beratungsstelle
ID: 1528324
Osnabrück.- In der Debatte um rechtes Gedankengut und
Wehrmachtsverherrlichung in der Bundeswehr hat die neue
Beratungsstelle im ersten Monat ihres Bestehens schon 20 Anfragen
erhalten. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine
Kleine Anfrage der Linken hervor, die der "Neuen Osnabrücker Zeitung"
(Montag) vorliegt. Dabei ging es vor allem um den Umgang mit
Gedenktafeln, Gegenständen oder Fotos von Wehrmachtsangehörigen. Die
im Juli gegründete Ansprechstelle für militärhistorischen Rat (AmR)
gab 12 Antworten und riet meist dazu, zu den Exponaten
Erläuterungstafeln anzubringen oder sie in zugelassenen
militärhistorischen Sammlungen aufzubewahren.
Die Ansprechstelle befindet sich im Zentrum für Militärgeschichte
und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) in Potsdam und berät
Bundeswehr-Dienststellenleiter und Vorgesetzte, wie sie mit
historischen Ausstellungs- und Erinnerungsstücken umgehen sollen.
Dabei geht es auch darum, ob Exponate - insbesondere aus der Zeit des
Nationalsozialismus und der Wehrmacht - in einer Kaserne stehen
bleiben dürfen oder weg müssen.
Die Stelle bestätigt zum Beispiel die Entscheidung der
Bundeswehr-Universität Hamburg, ein Foto ihres Namensgebers,
Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt, in Wehrmachtsuniform wieder
aufzuhängen. Manch ein Rat ist aber durchaus umstritten. Bei einem
Zeitungsfoto von einem Richtfest im Dritten Reich, auf dem der Ansatz
einer Hakenkreuzfahne zu sehen ist, lautet die Empfehlung, "das
Hakenkreuz auf dem Foto so abzudecken, dass das Originalbild dabei
nicht beschädigt wird." Die Linke kritisiert dieses Vorgehen als
Manipulation eines Fotos und "Geschichtsklitterung". Die
innenpolitische Expertin der Linken im Bundestag, Ulla Jelpke, sagte:
"Alleine schon die Tatsache, dass die Bundeswehr 72 Jahre nach dem
Zweiten Weltkrieg eine solche Ansprechstelle benötigt, zeigt, wie
schlecht es um das Geschichtsbewusstsein bei den Kommandeuren der
Bundeswehr steht."
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Original-Content von: Neue Osnabr?cker Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 11.09.2017 - 05:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1528324
Anzahl Zeichen: 2481
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 271 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"NOZ: NOZ: Bundeswehr-Devotionalien: Schon 20 Anfragen bei Beratungsstelle"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der Rückstand des deutschen Luftverkehrs auf die Entwicklung der Branche im Rest Europas ist so groß wie noch nie seit Ende der Corona-Pandemie. Zu diesem Ergebnis kommt eine bisher unveröffentlichte Erhebung des Bundesverbandes der Deutschen Fluggesellschaften (BDF), aus der die "Neue Osnab
"Steuern auf Versorgungsprobleme zu": Krankenhausgesellschaft kritisiert Änderungen der GKV-Reform /Krankenhausgesellschaft fordert Bund zu Übernahme von Gesundheitskosten für Bürgergeld ...
Vor der entscheidenden Bundestagsabstimmung über die Gesundheitsreform am kommenden Freitag hat die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) die kurzfristigen Nachbesserungen von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken scharf kritisiert. "Diese Änderungsanträge retten die Krankenhausversorgung
"Menschenunwürdig": Anti-Folter-Stelle kritisiert Zustände in überbelegten Gefängnissen / Isolationshaft als Ersatz für Therapie - hoher Belegungsdruck in Haftanstalten ...
Die Nationale Stelle zur Verhütung von Folter hat teils "menschenunwürdige" Zustände in deutschen Gefängniszellen infolge von Überbelegungen kritisiert. "Eine Mehrfachbelegung mit mehr als zwei Gefangenen soll vermieden werden, da sie selbst bei ausreichender Raumgröße belasten
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
WAZ: NRW-Justizminister Peter Biesenbach geht gegen Paralleljustiz vor ...
Nordrhein-Westfalens Justizminister Peter Biesenbach (CDU) lässt erstmals das Ausmaß einer Paralleljustiz im Land untersuchen. "Das Phänomen einer privaten Paralleljustiz ist ein bisher totgeschwiegenes Thema", sagte Biesenbach der in Essen erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen Zei
NOZ: NOZ: Hohe Einbruchszahlen: Weißer Ring fordert mehr Polizisten und Telefonüberwachung ...
Vorsitzende Müller-Piepenkötter: Auch Inhalt von Telefonaten abhören Osnabrück.- Für eine höhere Aufklärungsquote bei Einbrüchen fordert die Bundesvorsitzende der Opferorganisation Weißer Ring, Roswitha Müller-Piepenkötter, eine personelle Aufstockung der Polizei und eine Telefonü
Mitteldeutsche Zeitung: Nach tödlicher Unfallserie auf Autobahnen: Reform der Fahrschulen gefordert ...
Nach der Unfallserie mit zahleichen Toten auf den Autobahnen in Sachsen-Anhalt fordert die Landesstraßenbaubehörde eine bessere Ausbildung der Fahranfänger. Laut Uwe Langkammer, Präsident der Behörde, erweise sich zunehmend der Mensch als "schwächstes Glied in der Kette". "
Lausitzer Rundschau: Was der RE 2 wirklich braucht Zur Debatteüber den Bahnverkehr in der Lausitz ...
Inzwischen sind fast zwei Jahre ins Land gezogen, dass der Regionalexpress 2 den ganzen Tag über an Raddusch, Kunersdorf und Kolkwitz vorbeirauscht. Wohlgemerkt an funktionierenden Bahnhöfen. Alle Proteste, Vorschläge und Dialoge haben nicht geholfen. Auch nicht, dass Raddusch sein Tourismusk




