Weser-Kurier: Wahlkampf-Störer laut Merkel für Argumente nicht erreichbar
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Protest auf ihren Wahlveranstaltungen als Ausdruck von Hass
bezeichnet - und damit als unerreichbar für politische Argumente.
"Ein erheblicher Teil hört keine Sekunde zu und kommt auch gar nicht,
um für Argumente erreichbar zu sein", sagte Merkel dem WESER-KURIER
(Dienstagausgabe). "Auslöser mögen konkrete politische Entscheidungen
sein, aber Menschen, die dort pfeifen und brüllen, haben erkennbar
kein Interesse mehr zuzuhören."
Die Kanzlerin sprach im Zusammenhang mit den aggressiven Störungen
ihrer Auftritte von "Hass", dem sie allerdings bewusst nicht
ausweichen wolle. "Mir ist es wichtig, auch im Wahlkampf nicht nur
die vermeintlich bequemen Orte zu besuchen", betonte Merkel. Sie
wolle den vielen Menschen, die zuhören und sich eine Meinung bilden
wollen, die Möglichkeit dazu zu geben. "Und jede Veranstaltung ist
auch eine Ermutigung derer, die sich gegen Hass stellen." Man dürfe
nicht vergessen, dass auf den Plätzen die "Menschen, die zuhören und
sich demokratisch informieren möchten" immer "in der großen Mehrzahl"
seien, sagte Merkel.
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Markus Peters
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Datum: 12.09.2017 - 10:46 Uhr
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