neues deutschland: Kommentar zur Debatteüber die Verlängerung der Legislaturperiode: Der Kalender hilft nicht
ID: 1529959
klingt in Zeiten, die hier »Wahlkampf« genannt werden, erst einmal
gar nicht schlecht. Wer kann schon etwas dagegen haben, dass die
Politgymnastik aus TV-Runden, Plakatwahnsinn und Dauerbeschallung mit
Politworthülsen nur noch alle fünf Jahre stattfindet? Dennoch: Es ist
keine gute Idee. Der Vorschlag folgt der Sichtweise von
Parteiapparaten und des Durchregierens: mehr Zeit für Gesetze,
weniger koalitionäre Leerfahrt, weil man nicht schon nach zwei Jahren
gedanklich im nächsten Wahlkampf ist. Sondern erst nach drei. Also
auch: seltener Legitimation. Dabei gibt es demokratiepolitische
Fragen, auf die endlich Antworten gefunden werden müssten - beim
Wahlrecht (Einschränkungen für hier lebende Bürger), für die
parlamentarische Praxis (zu wenig inhaltliche Debatte, Verhältnis
Parlament gegenüber Regierung sowie Verhältnis Parteilogik gegenüber
Abgeordnetenfreiheit), bei den eingeübten Regularien des Regierens
(beengende Koalitionsverträge, Fraktionszwang). Kurzum: Die
wirklichen demokratiepolitischen Probleme lassen sich nicht per
Kalender lösen. Mindestens aber müsste eine Vereinheitlichung der
Wahltermine in Bund und Ländern herauskommen. Ansonsten löst sich das
zentrale Argument für eine längere Legislaturperiode in Luft auf -
denn hierzulande ist immer irgendwo Wahlkampf. Und immer zwingt
dieser der politischen Debatte seine Logik auf.
Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion
Telefon: 030/2978-1722
Original-Content von: neues deutschland, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 14.09.2017 - 12:51 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1529959
Anzahl Zeichen: 1764
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 224 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"neues deutschland: Kommentar zur Debatteüber die Verlängerung der Legislaturperiode: Der Kalender hilft nicht"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
neues deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Tageszeitung "neues deutschland" erscheint von diesem Montag an wochentags mit neuem Layout und unter dem Titel "nd.DerTag". Die Wochenendausgabe heißt schon seit fast zwei Jahren "nd.DieWoche". Die Zeitung, die weiterhin als "Sozialistische Tageszeitung"
Viele Berliner Gewerbemieter beantragen Mietstundungen ...
Fast ein Viertel aller Gewerbemieter der Berliner landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM haben für Mai und Juni eine Mietstundung beantragt. Darüber berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland". Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Senatsver
"neues deutschland": EU-Abgeordnete Demirel: Mindestlohn unter zwölf Euro bedeutet Armutslohn ...
Die Europaabgeordnete der LINKEN Özlem Alev Demirel hat sich für eine schnelle Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland auf wenigstens zwölf Euro pro Stunde ausgesprochen. "Alles andere bedeutet Armutslohn", sagte die Abgeordnete, die u.a. im Sozialausschuss des EU-Parlaments tätig is
Weitere Mitteilungen von neues deutschland
Sonntagsfrage Bundestagswahl: CDU trotz Einbußen stärkste Kraft / Merkel verliert an Vorsprung zu Schulz / "Zur Sache Rheinland-Pfalz!", 14.9., 20:15 Uhr, SWR Fernsehen ...
Wenn bereits am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, bliebe bei den rheinland-pfälzischen Wählerinnen und Wählern die CDU mit 39 Prozent stärkste Partei, trotz eines Minus von fünf Prozentpunkten gegenüber der letzten PoliTrend-Umfrage vom Juni 2017. Die SPD könnte einen Prozentpunkt da
RNZ: Hilft nicht - Kommentar zur Debatte um ein zweites TV-Duell ...
Die Empörung der SPD wirkt in Teilen gekünstelt. Es ist nur korrekt, wenn die Absage an ein zweites TV-Duell aus der CDU-Zentrale kommt, nicht dem Kanzleramt. Es war doch umgekehrt heikel, als der Regierungssprecher die Vorgespräche mit den Sendern führte. Dass ein "Duell", wenn es
Organisierter Protest der AfD gegen Merkel ...
Die AfD unterstützt regelmäßig Protestkundgebungen bei Wahlkampfauftritten von Bundeskanzlerin Angela Merkel und anderen Spitzenpolitikern. Das ergaben Recherchen der Hamburger Wochenzeitung DIE ZEIT. "Bei der AfD gehört es zum Pflichtprogramm, zu Veranstaltungen mit Regierungspolitiker
WAZ: Kleine Schritte statt großer Wurf - Kommentar von Tobias Blasius zu Laschets Regierungserklärung ...
Als CDU und FDP 2005 kurzzeitig in Nordrhein-Westfalen an die Macht kamen, verordneten sie dem Land eine Rosskur: "Privat vor Staat, Erwirtschaften vor Verteilen", lautete damals das schneidige Regierungsmotto. Armin Laschet war als Fachminister dabei und hat gelernt, dass man Land und




