WAZ: Das tägliche Wegsehen
- Kommentar von Frank Preuß
zum Bank-Prozess
ID: 1531049
schwer erträglich. Ein hilfloser alter Mann am Boden, vier Menschen,
die ihn einfach ignorieren und ihren Geschäften nachgehen: Das Opfer
hätte auch mein Vater sein können, denkt man. Und man fragt sich: Was
geht in diesen Köpfen vor?
Pauschaldiagnosen führen in Sackgassen, und darum hilft es auch
wenig, darüber zu streiten, ob unsere Gesellschaft herzloser geworden
ist. Dagegen spräche das ehrenamtliche Engagement von Millionen
Menschen für eine gute Sache, aus der sie nicht mehr Profit schlagen
als das schöne Gefühl. Und doch ist man nicht überrascht, wenn ein
Polizist vor dem Gerichtssaal sagt: "Das Wegsehen erleben wir doch
täglich."
Wenn der gestrige Prozess bewirkt hat, dass viele ihre Mitmenschen
künftig ein bisschen intensiver wahrnehmen, statt nur an sich zu
denken, wäre viel mehr gewonnen, als es ein paar simple
Verurteilungen bewirken könnten, die unser Gerechtigkeitsgefühl mehr
oder weniger befriedigen. Es ist wichtig, dass der Fall diese große
Öffentlichkeit bekommen hat. Und zweitrangig, ob die Strafen noch ein
bisschen höher hätten ausfallen sollen.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion@waz.de
Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.09.2017 - 17:58 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1531049
Anzahl Zeichen: 1551
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Essen
Kategorie:
Soziales
Diese Pressemitteilung wurde bisher 356 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"WAZ: Das tägliche Wegsehen
- Kommentar von Frank Preuß
zum Bank-Prozess"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der NRW-Landesbeauftragte des Deutschen Roten Kreuzes für den Bevölkerungsschutz warnt davor, dass weite Teile der Bevölkerung trotz der ernsten Sicherheitslage nicht auf Krieg und andere große Krisen vorbereitet seien. Er rät dazu, neben den Erwachsenen auch Kinder und Jugendliche auf den Erns
WAZ: Lehrerverband-Präsident Düll: "Social-Media-Verbot passt nicht zum Wählen ab 16" ...
Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Stefan Düll, kritisiert Forderungen in der EU und in Deutschland, den Konsum von Social Media für Jugendliche einzuschränken. Anlass ist ein Votum des NRW-Landtages, das Wahlalter bei Landtagswahlen auf 16 abzusenken. "Das Wahlalter wird auf 16
WAZ: NRW-Gleichstellungsministerin Paul (Grüne) warnt vor Sexkaufverbot ...
NRW-Gleichstellungsministerin Josefine Paul (Grüne) ist gegen ein Sexkaufverbot. "Sexarbeit ist kein Beruf wie jeder andere und Prostituierte bedürfen eines besonderen Schutzes. Ein Verbot der Sexarbeit bedeutet nicht automatisch mehr Schutz, sondern das Abdrängen in ein nur schwer zu kontro
Weitere Mitteilungen von Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Samariter im Nationalsozialismus: ASB lässt Verbotszeit erforschen ...
Was wurde aus den 52.000 Samaritern, den 1.200 approbierten ASB-Ärzten, den Masseuren, Pflegekräften, Kolonnen und den Erholungs- und Kindererholungsheimen nach der Auflösung des Arbeiter-Samariter-Bundes zum 1. September 1933 durch die Nationalsozialisten? Diesen Fragen will der Verband mit e
"Hartz und herzlich - Die Plattenbauten von Bitterfeld-Wolfen" (FOTO) ...
- Dreiteilige Doku-Reihe - Fokus auf die ehemalige Industriemetropole in Sachsen-Anhalt - Teil 2 am Dienstag, den 19. September 2017, um 20:15 Uhr Die Sozialreportage "Hartz und herzlich - Die Plattenbauten von Bitterfeld-Wolfen" beleuchtet in drei neuen Episoden das Leben d
„Da macht sich eine Art Frustration breit“ – Düsseldorfs Flüchtlingsbeauftragte im Interview mit ohfamoos.com ...
Miriam Koch beklagt nicht nur die extremen Warteschleifen. Ein anderer Punkt sei mindestens genauso ernst: „Die Menschen kommen aus den Gemeinschaftsunterkünften nicht oder zu langsam raus. Da macht sich eine Art Frustration breit. Die große Frage ist ja: Wie sollen diese Menschen mit Wohnsitzau
Aktion Zukunftszeit: Katholische Jugend sammeltüber 160.000 Stunden für Demokratie und Toleranz (FOTO) ...
"Wir stehen hier Hand in Hand - Gemeinsam für ein buntes Land!" - mit Sprüchen wie diesem haben sich heute rund 350 junge Menschen in Berlin für eine offene und solidarische Gesellschaft eingesetzt. Die Demonstration mit anschließender Kundgebung war Teil des Abschlusswochenend




