G Data warnt: Abofalle im Microsoft-Design
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G Data warnt: Abofalle im Microsoft-Design
"Wenn für kostenlose Software Geld verlangt wird, sollten alle Alarmglocken angehen. Dieser Fall bestätigt die goldene Regel: "Laden Sie Software möglichst immer direkt von der Homepage des Anbieters oder von vertrauenswürdigen Portalen von PC-Zeitschriften", rät Ralf Benzmüller, Leiter der G Data Security Labs.
Die Masche der Abzocker
Die Homepage der selbsternannten Softwarevermittler bietet neben den MSE auch andere populäre, kostenfreie, Softwareprodukte an. In den FAQs der Seite wird dem interessierten Nutzer erklärt, woher die Kosten für die eigentlich kostenfreie Software stammen. Sie werden mit der Verfügbarkeit der Software und einem "rund-um-die-Uhr"-Kundendienst für die Dauer des Abonnements begründet. Es ist jedoch zu bezweifeln, dass alle Besucher der Webseite diese FAQs lesen.
Ein Auszug aus den FAQs von www.security-essentials.info: 'I thought the software was free. Why am I being asked to pay? The software is free. You are paying for the convenience of having all of these programs in a single location, the online help, and live customer support. You will have access to this for the term of your membership.
Der Klick auf "Download now" bringt den Nutzer zu einem Anmeldeformular von FreeDownloadZone.com, in dem persönliche Angaben und auch die Kreditkartennummer abgefragt wird. Sind die Daten einmal eingegeben, sitzt der User in der Abofalle und wird vertraglich zur Zahlung von 19,50 Euro für ein 1-Jahr Abo oder gar 35,94 Euro für ein 3-Jahres Abo verpflichtet ? Weitere Kosten sind nicht ausgeschlossen, denn auf der Seite befinden sich kleine Hinweise mit Zusatzkosten, die schon automatisch mit Bestätigungshäkchen markiert sind. So werden aus 35,94 Euro auch schnell 81,58 Euro, wenn diese Häkchen übersehen werden.
Screenshot: Die abschließende Bezahlseite mit Angabe des Gesamtpreises (Bildmaterial finden Sie auf der G Data-Webseite)
Abofallen im Internet sind kein neues Phänomen, aber diese aktuelle Attacke ist durch die authentisch wirkende Webadresse besonders heimtückisch. Unaufmerksame User könnten sich dadurch schnell in Schwierigkeiten bringen.
Diese Internetadresse ist nicht die einzige, die mit dieser Masche arbeitet. Mit ähnlichen Tricks werden auch andere Freeware-Produkte in den Dienst der Abzocker gestellt. Dazu gehören Open Office, Firefox, Musik-Downloads, iTunes, Grafikprogramme (Gimp, Quicktime), Peer-to-Peer Clients (LimeWire, eDonkey), Torrents (BitTorrent) und nun eben auch kostenlose Viren-schutzprogramme.
Anonyme, aber scheinbar fürsorgliche Betrüger
Die Identität der Betreiber der Webseite bleibt im Verborgenen. Ein ausgewiesenes Impressum ist nicht vorhanden und WHOIS Abfragen der beteiligten Dienste führen zu einem Anonymisierungsdienst in den Niederlanden und weiteren Verschleierungen. Abgesehen von der listig gewählten Webadresse, zeigt der "Rat" der Betrüger am unteren Ende der Seite eine neue Qualität der Betrugsmasche:
Ein gut gemeinter Rat der Betrüger: 'New computer users should find our service valuable, and a time saver. If you are an advanced computer user, you probably don?t need our services. www.security-essentials.info In Affiliation with FreeDownloadZone.com'
Im Klartext heißt das, dass sie unerfahrenen Computernutzern das Geld aus der Tasche ziehen. Diese Klausel soll die Abzocker wohl vor rechtlichen Konsequenzen bewahren.
Was passiert, wenn ich in die Falle getappt bin?
Zunächst sollten Sie Ruhe bewahren und nichts überstürzen. Sie müssen das Geld nicht bezahlen, wenn Sie Opfer einer Abofalle geworden sind! Lassen Sie sich auch nicht durch Androhungen von Inkasso-Maßnahmen oder Schufa-Einträgen verrückt machen.
"Wenn ein Anbieter mit den Worten 'for free', 'no costs' und 'no download fees' wirbt, darf sich ein Verbraucher darauf verlassen. Auf versteckte Preise im Kleingedruckten kommt es nicht an," erklärt Nico Reiners, Jurist am Insitut für Rechtsinformatik der Leibniz Universität Hannover. "Die Branche lebt von der Angst der Verbraucher." Wichtig sei es Ruhe zu bewahren. Die 'letzte Mahnung' sei bei einer Abofalle keine ernst zu nehmende Drohung, sondern der Hinweis, dass die Mahnungen bald aufhören, so Reiners weiter.
Kontaktieren Sie ihr Kreditkarteninstitut
Wenn Sie Ihre Kreditkartendaten auf diesem oder einem ähnlichen Formular mit betrügeri-schen Absichten eingegeben haben, dann kontaktieren Sie schnellstmöglich Ihr Kreditkarten-institut und lassen Ihre Karten sperren. Nur so schützen Sie sich vor weiterem Missbrauch Ihrer Kartendaten und damit möglichem finanziellem Schaden.
Weitere Informationen und Hilfen zum Thema Abofallen können Sie auf den Webseiten des Verbraucherzentralen Bundesverbandes e.V. nachlesen: http://www.vzbv.de
Bildmaterial zur Meldung finden Sie im G Data PresseCenter:
www.gdata.de
Pressekontakt:
G Data Software AG
Thorsten Urbanski
Königsallee 178b, 44799 Bochum
+49-234-97 62 - 239
presse@gdata.de
http://www.gdata.de
Über G Data
Die G Data Software AG, mit Unternehmenssitz in Bochum, ist ein innovatives und schnell expandierendes Softwarehaus mit Schwerpunkt auf IT-Sicherheitslösungen. Als Spezialist für Internetsicherheit und Pionier im Bereich Virenschutz entwickelte das 1985 in Bochum gegründete Unternehmen bereits vor mehr als 20 Jahren das erste Antiviren-Programm. Das Produktportfolio umfasst Sicherheitslösungen für Endkunden, den Mittelstand und für Großunternehmen. Als Qualitätsführer vereint G Data in seinen Produkten die besten Sicherheitstechnologien der Welt. Beispiele hierfür sind die DoubleScan-Technologie mit zwei unabhängigen Virenscannern oder der Sofortschutz OutbreakShield. Seit fünf Jahren hat kein anderer europäischer Hersteller von Security-Software mehr nationale und internationale Testsiege und Auszeichnungen errungen als G Data. G Data Security-Lösungen sind in weltweit in mehr als 60 Ländern erhältlich.
Weitere Informationen zum Unternehmen und zu G Data Security-Lösungen finden Sie unter www.gdata.de
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Datum: 15.01.2010 - 21:07 Uhr
Sprache: Deutsch
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