Weser-Kurier: Norbert Holstüber die Sitzordnung im Bundestag und den Umgang mit der AfD
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Gar nicht so einfach, die Sache mit der Sitzordnung. Für die
anderen Fraktionen sind die AfD-Kollegen so etwas wie die
Schmuddelkinder des Parlaments. Politisch nicht unkorrekt wären Sitze
rechts von der Union. Doch an der Nachbarschaft zur AfD haben CDU und
CSU kein gesteigertes Interesse. Sie wollen auch optisch auf Distanz
zu den Neulingen gehen. Also, so der Plan im Vor-Ältestenrat, setzt
man die AfD auf Rechtsaußen, dann käme die FDP, daneben die Union -
wie es schon bis 2013 der Fall war. Doch die Liberalen fremdeln mit
diesem Vorschlag. Sie wollen in der Mitte zwischen den Grünen und der
CDU Platz nehmen. Das sei eine Frage von "großer symbolischer
Bedeutung". Im Wahlkampf allerdings hatte die FDP kritisiert, dass es
keine größeren Unterschiede mehr zwischen Union, SPD und Grünen gebe.
Also warum, müssen sich die Freien Demokraten nicht ohne Süffisanz
fragen lassen, wolle man jetzt ausgerechnet zwischen diesen Parteien
sitzen? Das Hickhack zeigt: Der Umgang mit den Neuen im Parlament
will erst noch gelernt sein. Im Internet hält sich das Mitleid mit
den Altparteien denn auch in Grenzen. Von "Kasperletheater" ist die
Rede und ob es denn keine wichtigeren Probleme gebe? Aber es gibt
auch pragmatische Vorschläge. Etwa: "So, wir losen jetzt einfach die
Sitzreihenfolge aus."
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Datum: 04.10.2017 - 21:39 Uhr
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