neues deutschland: Kommentar zur steigenden Arbeitsbelastung in der Pflege: Die da unten sieht man nicht
ID: 1537474
suchte die Deutsche Stiftung Patientenschutz für Berlin heraus, wie
sich die Zahl der Pflegekräfte in Krankenhäusern im Verhältnis zu den
betreuten Fällen entwickelte. Eine Pflegekraft musste demnach 2016
etwa 63 Fälle betreuen, 1991 waren es nur 32. Nun kann auch der
Letzte wissen, dass ein Zuwachs an Arztstellen mit einem massiven
Abbau von Pflegestellen erkauft wurde. Die Streikenden an dem
Berliner Universitätsklinikum Charité legten in den letzten Wochen
zum wiederholten Mal den Finger in die Wunde. Allein, das Echo blieb
matt.
Angela Merkel, weiterhin deutsche Bundeskanzlerin, wusste im
Wahlkampf keine Antwort auf die Frage eines Pflege-Auszubildenden,
wie der eklatante Fachkräftemangel zu beheben sei. Niemand will bis
jetzt wirklich umverteilen, eine bundesweite Ausbildungsoffensive
oder gar eine deutliche Anhebung des Branchen-Mindestlohns, der bei
10,55 Euro im Westen, bei 10,05 Euro im Osten liegt. Die Situation
ist in allen Pflegeberufen dramatisch, sei es im ambulanten Bereich,
in den Heimen oder in den Kliniken. Knapp 400.000 Menschen arbeiten
dort. Für 2025 wird ein Fehlbedarf von 200.000 geschätzt. Auch diese
Zahl verhallte ohne Echo. Vielleicht wird erst dann etwas geändert,
wenn noch mehr 60- und 70-Jährige an den Pflegebetten ihrer
90-jährigen Eltern erschöpft zusammenbrechen.
Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion
Telefon: 030/2978-1722
Original-Content von: neues deutschland, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 05.10.2017 - 17:53 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1537474
Anzahl Zeichen: 1738
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 254 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"neues deutschland: Kommentar zur steigenden Arbeitsbelastung in der Pflege: Die da unten sieht man nicht"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
neues deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Tageszeitung "neues deutschland" erscheint von diesem Montag an wochentags mit neuem Layout und unter dem Titel "nd.DerTag". Die Wochenendausgabe heißt schon seit fast zwei Jahren "nd.DieWoche". Die Zeitung, die weiterhin als "Sozialistische Tageszeitung"
Viele Berliner Gewerbemieter beantragen Mietstundungen ...
Fast ein Viertel aller Gewerbemieter der Berliner landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM haben für Mai und Juni eine Mietstundung beantragt. Darüber berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland". Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Senatsver
"neues deutschland": EU-Abgeordnete Demirel: Mindestlohn unter zwölf Euro bedeutet Armutslohn ...
Die Europaabgeordnete der LINKEN Özlem Alev Demirel hat sich für eine schnelle Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland auf wenigstens zwölf Euro pro Stunde ausgesprochen. "Alles andere bedeutet Armutslohn", sagte die Abgeordnete, die u.a. im Sozialausschuss des EU-Parlaments tätig is
Weitere Mitteilungen von neues deutschland
Straubinger Tagblatt: Europäische Staatsanwaltschaft - Gemeinsam geht es besser ...
Es wäre für alle Beteiligten an der jetzigen Lösung ein Leichtes gewesen, sich am Europol-Beispiel zu orientieren. Auch die Polizeizentrale in Den Haag hat als kleine Informationseinheit mit beschränkten Aufgaben begonnen. Es hat viele Jahre gedauert, ehe die Regierungen eingesehen haben, das
Armin Laschet (CDU): Wollen so schnell wie möglich schwarze Null erreichen ...
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat die geplanten Maßnahmen für eine Neuverschuldung in NRW in Höhe von rund 1,6 Mrd. Euro gerechtfertigt. Ziel der neuen Landesregierung sei es zwar, "so schnell wie möglich die schwarze Null zu erreichen", sagte La
Weser-Kurier: Norbert Holstüber die Sitzordnung im Bundestag und den Umgang mit der AfD ...
Ungeliebte Neulinge Gar nicht so einfach, die Sache mit der Sitzordnung. Für die anderen Fraktionen sind die AfD-Kollegen so etwas wie die Schmuddelkinder des Parlaments. Politisch nicht unkorrekt wären Sitze rechts von der Union. Doch an der Nachbarschaft zur AfD haben CDU und CSU kein gest
Kölner Stadt-Anzeiger: NRW-Grünen-Chef Sven Lehmann kündigt Rückzug von Parteispitze an ...
Der Landesvorsitzende der nordrhein-westfälischen Grünen, Sven Lehmann, kündigt seinen Rückzug von der Parteispitze an. "Nach zwölf Jahren im Landesvorstand ist im nächsten Jahr Zeit für einen Wechsel. Deswegen stelle ich im Januar mein Amt als Vorsitzender zur Verfügung", sagte




