NOZ: Bundesregierung bremst beim Familiennachzug - auch bei syrischen Flüchtlingen

NOZ: Bundesregierung bremst beim Familiennachzug - auch bei syrischen Flüchtlingen

ID: 1537928
(ots) - Bundesregierung bremst beim Familiennachzug -
auch bei syrischen Flüchtlingen

Trotz Zusage werden weniger Flüchtlinge überstellt - Linke
kritisiert Tricksereien

Osnabrück. Die Bundesregierung bremst beim Familiennachzug von
Flüchtlingen und zögert in der Praxis auch die Einreise von syrischen
Angehörigen hinaus, die in Griechenland gestrandet sind. Obwohl von
Januar bis September 2017 dort fast 4950 Flüchtlinge eine Zusage des
Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) bekamen und nach
Deutschland weiterreisen durften, wurden nur 322 Personen tatsächlich
überstellt - also gerade einmal 6,5 Prozent. Das geht aus der Antwort
der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken hervor, die
der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag) vorliegt. Dabei ging es vor
allem um syrische Flüchtlinge, die zwei Drittel der Betroffenen
stellten, aber auch viele Afghanen und Iraker. 60 Prozent waren
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.

Das Bundesinnenministerium begründete dies auf Anfrage mit dem
großen logistischen Koordinierungsaufwand in Griechenland. Aber auch
Bund und Länder müssten die Aufnahme, Betreuung und Unterbringung
stemmen können, da die Kapazitäten begrenzt seien. Daher habe
Deutschland sich im Frühjahr mit Griechenland über die Anzahl der zu
überstellenden Personen abgestimmt. Dass es eine zahlenmäßige
Beschränkung gegeben habe, bestätigte das Ministerium aber nicht.

Angehörige von Geflüchteten haben nach der Dublin-Verordnung einen
Anspruch darauf, mit ihren in anderen EU-Ländern lebenden
Familienangehörigen zusammen zu kommen. Die Überstellung muss zügig,
spätestens aber innerhalb von sechs Monaten erfolgen.

Der Familiennachzug war im Wahlkampf ein Streitthema. Um die
Ankunft neuer Flüchtlinge zu bremsen, hat die Bundesregierung den


Familiennachzug für Flüchtlinge mit eingeschränktem Schutzstatus bis
März 2018 ausgesetzt. Wie es danach weiter geht, will Kanzlerin
Angela Merkel erst im nächsten Jahr entscheiden.

Die innenpolitische Expertin der Linken im Bundestag, Ulla Jelpke
forderte: "Mit den Tricksereien und der rechtswidrigen Beschränkung
des Familiennachzugs muss jetzt endlich Schluss sein." Betroffene
sollten die Möglichkeit erhalten, auf eigene Faust zu ihren
Angehörigen nach Deutschland reisen zu dürfen.



Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  NOZ: SPD fordert CDU-Generalsekretär Thiele in Vergabeaffäre zum Rücktritt auf NOZ: Chef der EU-Investitionsbank: Deutschland investiert zu wenig in Digitalisierung
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 07.10.2017 - 07:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1537928
Anzahl Zeichen: 2802

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Osnabrück



Kategorie:

Wahlen



Diese Pressemitteilung wurde bisher 475 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"NOZ: Bundesregierung bremst beim Familiennachzug - auch bei syrischen Flüchtlingen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Haus & Grund: Jeder zehnte private Kleinvermieter von Mietausfall betroffen / Verbandspräsident Warnecke fordert Beschleunigung von Verfahren bei erheblichen Zahlungsrückständen ...
Osnabrück. Angesichts drohender finanzieller Engpässe bei privaten Eigentümern fordert der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland eine Beschleunigung von Verfahren bei erheblichen Mietrückständen. "Private Vermieter sind keine großen Wohnungskonzerne mit umfangreichen Rücklagen

Hitze: Bund deutscher Friedhofsgärtner fordert Ausnahmen von Gießverboten / Verbandschef: "Gräber müssen auch während Hitzeperioden gepflegt und ausreichend bewässert werden können." ...
Angesichts anhaltender Hitzeperioden fordert der Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF), Gräber von behördlichen Gießverboten auszunehmen. "Wir fordern, dass die Grabbewässerung auf Friedhöfen von flächendeckenden Gießverboten ausgenommen wird", sagte der Vorsitzende des Bundes deut

Anwaltverein kritisiert Streichung kostenloser Rechtsberatung für Justizopfer / Deutscher Anwaltverein bemängelt neuen Entwurf zur Haftentschädigung - Lob für neue Tagessätze ...
Der Deutsche Anwaltverein (DAV) hat den neuen Entwurf zur Reform der Haftentschädigung kritisiert und fordert eine kostenlose Erstberatung für unschuldig Inhaftierte. "Eine vergleichbare Regelung fehlt in diesem Entwurf leider", sagte der DAV im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker


Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung


NOZ: Chef der EU-Investitionsbank: Deutschland investiert zu wenig in Digitalisierung ...
Chef der EU-Investitionsbank: Deutschland investiert zu wenig in Digitalisierung Werner Hoyer fordert: "Richtig Geld in die Hand nehmen" Osnabrück. Nach Ansicht des Präsidenten der Europäischen Investitionsbank, Werner Hoyer, investiert Deutschland viel zu wenig in die Digita

NOZ: SPD fordert CDU-Generalsekretär Thiele in Vergabeaffäre zum Rücktritt auf ...
SPD fordert CDU-Generalsekretär Thiele in Vergabeaffäre zum Rücktritt auf Neue Unterlagen: Politiker war über fragwürdige Vergabe unter McAllister informiert worden Osnabrück. Niedersachsens CDU-Generalsekretär und -Schattenminister Ulf Thiele ist nach Ansicht des Parlamentarischen

NOZ: Niedersachsen weitet Pilotprojekt zur Vorhersage von Einbrüchen aus ...
Niedersachsen weitet Pilotprojekt zur Vorhersage von Einbrüchen aus Demnächst auch in Hannover und Osnabrück Osnabrück. Niedersachsens Pilotprojekt zur digitalen Vorhersage von Einbrüchen wird ausgeweitet. Bereits in wenigen Wochen erhalten auch Polizisten in Hannover und Osnabrück e

"hart aber fair" am Montag, 9. Oktober 2017, 21:00 Uhr, live aus Berlin ...
Moderation: Frank Plasberg Das Thema: Notruf aus dem Pflegealltag: Was muss die nächste Regierung tun? Die Gäste: Alexander Jorde (Auszubildender zum Gesundheits- und Krankenpfleger) Samuel Koch (Schauspieler; sitzt seit einem Unfall bei "Wetten, dass..?" im Rollstuhl Andrea Kai


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z