Alzheimer-Demenz
ID: 1539851
Diese Tipps können helfen, die Krankheit zu vermeiden
So wurde in einer aktuellen Studie von Tobias Luck und Steffi G. Riedel-Heller (Universität Leipzig) zur Entstehung von Demenz anhand von Daten in Deutschland erkrankter Personen gezeigt, welche Lebensumstände das Risiko für Alzheimer-Demenz erhöhen: Mit 22 Prozent fand man bei körperlicher Inaktivität den stärksten Zusammenhang. Gefolgt von Rauchen (15 Prozent) und dem Vorliegen einer Depression (9 Prozent). Als weitere Risiken wurden Bluthochdruck und Adipositas im mittleren Lebensalter, niedriger Bildungsstatus und Diabetes mellitus genannt. Das Fazit aus dieser Studie: Ohne Vorliegen dieser Risikofaktoren wäre bei fast jedem Dritten die Alzheimer-Krankheit vermeidbar gewesen. (1)
Regelmäßige körperliche Aktivität und eine gesunde Ernährung, zum Beispiel mediterrane Kost, Verzicht aufs Rauchen und Pflege der sozialen Kontakte auch im höheren Alter sind aber nicht nur eine gute Strategie, um einer Alzheimer-Krankheit vorzubeugen. Auch viele weitere Erkrankungen können damit verhindert werden.
Schwierige Diagnose
Die Demenz ist eine komplexe Krankheit mit unterschiedlichsten Ursachen und Verlaufsformen. Weder für Betroffene und deren Angehörige noch für Ärzte sind die Symptome zu Beginn der Krankheit immer eindeutig zuzuordnen. Denn Vergesslichkeit, Orientierungslosigkeit und Stimmungsschwankungen können auch andere Auslöser haben.
Werden solche anderen Ursachen jedoch ausgeschlossen, kann ein Nachlassen der geistigen Leistungsfähigkeit, meist ab dem 65. Lebensjahr oder bereits früher, ein Hinweis darauf sein, dass es sich um mehr als eine typische altersbedingte Erscheinung handelt. Gemeint ist die häufigste Form der Demenz: Alzheimer. Weder kann deren Verlauf dauerhaft aufgehalten noch die Erkrankung an sich geheilt werden. Medikamentöse und nichtmedikamentöse Therapien können jedoch in vielen Fällen einige Fähigkeiten länger aufrechterhalten. Dadurch verbessert sich nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen, auch für die Angehörigen werden der Umgang mit dem Familienmitglied und dessen Pflege erleichtert.
Typische erste Anzeichen sind ein Nachlassen der Konzentrationsfähigkeit und des Kurzzeitgedächtnisses, später sind auch Langzeitgedächtnis und Orientierung beeinträchtigt. Als weitere Symptome kommen das häufige Suchen nach Worten, eine verlangsamte Auffassungsgabe und inadäquate Handlungen hinzu, außerdem psychische Veränderungen wie Ängstlichkeit, starkes Misstrauen und Aggressivität.
Alzheimer - Ursachen und Vorsorge
Bei der Alzheimer-Erkrankung lagern sich an den Nervenzellen des Gehirns bestimmte Eiweiße ab. In der Folge ist der Kontakt zwischen den Nervenzellen gestört und sie sterben ab. Man geht aktuell davon aus, dass ungefähr 80 Prozent der häufigsten Alzheimerformen genetisch bedingt sind. Doch selbst wenn in der Familie ein Fall von Alzheimer vorgekommen ist, heißt das nicht zwangsläufig, dass man selbst später auch an dieser Krankheit leiden wird.
Diagnose Alzheimer - was tun?
Bereits beim ersten Verdacht sollte ein Arzt aufgesucht werden, um mit ihm die notwendigen Schritte durchzusprechen. Angehörige sollten von Anfang an eingebunden werden, da sich durch die Krankheit der Unterstützungsbedarf bei der häuslichen Versorgung, der Mobilität im Wohnumfeld und im Verlauf auch der Pflegebedarf ständig verändern kann.
Im Mittelpunkt steht jedoch immer, dass der Patient nicht entmündigt, aber auch nicht in Gefahr gebracht werden darf. Das zu entscheiden, ist oft nicht einfach. Viele spezialisierte Einrichtungen, Vereine, Selbsthilfegruppen und auch die AOK Hessen bieten bei Fragen und Problemen professionelle Beratung an.
Die AOK Hessen gibt auf ihrer Seite "AOK erleben" mehr Tipps zum Thema Demenz sowie anderen Themen rund um Gesundheit und Alltag.
(1) vgl. Studie "Prävention von Alzheimer-Demenz in Deutschland. Eine Hochrechnung des möglichen Potenzials der Reduktion ausgewählter Risikofaktoren" von T.Luck &S.G.Riedel-Heller (2016).
Erschienen in: Der Nervenarzt 11 - 2016, S. 1194-1200.
Online publiziert:18.Januar 2016 ©Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2016Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Krankenkasse
AOK - Die Gesundheitskasse in Hessen
Riyad Salhi
Basler Str. 2
61352 Bad Homburg
Riyad.Salhi(at)he.aok.de
06172 / 272 - 143
https://hessen.aok.de/
Datum: 12.10.2017 - 13:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1539851
Anzahl Zeichen: 4961
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Riyad Salhi
Stadt:
Bad Homburg
Telefon: 06172 / 272 - 143
Kategorie:
Gesundheitswesen - Medizin
Diese Pressemitteilung wurde bisher 545 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Alzheimer-Demenz"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
AOK - Die Gesundheitskasse in Hessen (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Online-Presseinformation Ernährung bei Reizdarmsyndrom: Ein Tagesplan-Beispiel Gute Nachrichten für Reizdarmpatienten: Verbote oder Diätpläne sind nicht sinnvoll, um den Reizdarm in den Griff zu bekommen. Wichtiger sei es, die Gewohnheiten langsam zu ändern, sagen Experten. Ein Reizda
Reizdarmsyndrom: Die Top 5 der FODMAP-armen Lebensmittel ...
Online-Presseinformation Reizdarmsyndrom: Die Top 5 der FODMAP-armen Lebensmittel Ein neues Phänomen ist er nicht, der Reizdarm. Die Magen-Darm-Erkrankung beschäftigt die medizinische Welt bereits seit Jahrzehnten. Viele Menschen in Deutschland leiden an dem "nervösen Darm". Zwa
Wenn die Sonne Flecken macht: erhöhte Lichtempfindlichkeit durch Medikamente ...
Online-Presseinformation Wenn die Sonne Flecken macht: erhöhte Lichtempfindlichkeit durch Medikamente Medikamente und Sonne vertragen sich nicht immer. Manche Arzneimittel können die Lichtempfindlichkeit der Haut steigern. Eine geringe UV-Belastung reicht dann bereits aus, um Hautreaktionen
Weitere Mitteilungen von AOK - Die Gesundheitskasse in Hessen
TÜV Rheinland: ...
Expertengespräch auf der A+A: 18.10.2017, 11.45 - 12.30 Uhr, Halle 10, Stand F51 / Beurteilung psychischer Belastungen durch Befragung und Messung / Individuelle Gesundheitsempfehlungen für Mitarbeiter / Datengrundlage für die betriebliche Gesundheitsförderung Köln, 12. Oktober 2017. Mit de
Sanitätshaus MPM in Hamburg als "Bestes Sanitätshaus der Stadt" ausgezeichnet ...
Das Hamburger Sanitätshaus MPM Mittelpunkt Mensch GmbH wurde vor kurzem mit dem neuen Qualitätssiegel "Die Besten der Stadt" als das beste Sanitätshaus Hamburgs ausgezeichnet. Die Zeitschrift Testbild und das Statistikunternehmen Statista hatten mehr als 7.000 Konsumenten in 40 Städten
SALJOL beim Internationalen Start-up-Wettbewerb in Berlin ...
Mehr als 70 Start-ups aus der Gesundheitsbranche aus aller Welt hatten sich beworben, um am Startup Track des World Health Summit (WHS) im Oktober in Berlin teilzunehmen. SALJOL aus Fürstenfeldbruck gehört zu den 15 Gründern, die zu diesem außergewöhnlichen Event, das am kommenden Wochenende st
Altersvorsorge für angestellte Ärzte ...
Welcher Rentenbetrag ergibt sich aus der Pflichtversorgung? Lohnt sich eine Pensionskasse? Und welche Auswirkung hat eine freiwillige Zusatzversicherung auf Steuerfreibeträge? Das Altersvorsorgeangebot für angestellte Ärzte wirft unzählige Fragen auf und ist für den Laien eigentlich kaum zu dur




