Wildtiere haben keine Winterzeit! / Die Deutsche Wildtier Stiftung warnt: Ende Oktober steigt die Zahl der Wildunfälle
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Oktober werden in den kommenden Wochen viele Pendler in der Dämmerung
unterwegs sein. Gerade dann, wenn große Wildtiere auf Futtersuche
gehen. "Egal, wie oft die Menschen an der Uhr drehen - Wildtiere
kennen keine Zeitumstellung", erklärt Dr. Andreas Kinser, Jagd- und
Forstreferent der Deutschen Wildtier Stiftung. "Der Biorhythmus von
Rothirsch und Reh oder Wildschwein und Fuchs orientiert sich vor
allem am Sonnenstand - und in der Dämmerung sind sie nun mal
besonders aktiv". Durch die Zeitumstellung sind die Hauptverkehrszeit
und die Hauptaktivitätsphase der Wildtiere identisch - und damit
plötzlich eine tödliche Gefahr: Rein rechnerisch kollidiert nach
Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft
deutschlandweit alle zwei Minuten ein Wildtier mit einem Auto!
"Autofahrer müssen jetzt in den frühen Abendstunden unbedingt mit
Wildwechsel rechnen und vorbereitet sein", sagt Kinser. "Besonders
risikoreich sind Waldbereiche und Wald- und Feldübergänge", so der
Experte der Deutschen Wildtier Stiftung. Auch entlang der letzten
Maisfelder gilt es, langsam zu fahren. Nässe und Laub verlängern
außerdem den Bremsweg. Viele Wildunfälle könnten jedoch verhindert
werden, wenn Autofahrer die Gefahr von Wildwechsel rechtzeitig
erkennen. Kinsers persönlicher Tipp: "Beobachten Sie in gefährdeten
Bereichen den Straßenrand! Wenn reflektierende Punkte, also die Augen
von Wildtieren, oder gar eine Tiersilhouette auftauchen, sollten Sie
sofort abbremsen und abblenden!" Achtung: Überquert ein Tier die
Straße, folgen häufig weitere.
"Kann ein Zusammenprall nicht vermieden werden, versuchen Sie
niemals auszuweichen", rät der Experte noch. Eine Kollision mit
Straßenbäumen oder gar dem Gegenverkehr hat für Autofahrer deutlich
schlimmere Folgen als der Zusammenprall mit einem Wildtier. Wenn es
zu einem Wildunfall gekommen ist, sollte der Autofahrer in jedem Fall
die Polizei benachrichtigen - auch, wenn das angefahrene Wildtier
noch lebt oder verschwunden ist. Denn die Polizei informiert den
zuständigen Förster oder Jäger, der das Tier sucht und von seinem
Leid erlöst. Außerdem stellt die Polizei eine Bescheinigung über den
Wildunfall aus, damit der Autofahrer den entstandenen Schaden über
seine Kaskoversicherung begleichen lassen kann.
Kostenloses Bildmaterial: www.Presse.DeutscheWildtierStiftung.de
Pressekontakt:
Eva Goris, Pressesprecherin, Christoph-Probst-Weg 4, 20251 Hamburg,
Telefon 040 9707869-13, Fax 040 9707869-19,
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Datum: 19.10.2017 - 07:30 Uhr
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