Ein Schulgesetz - ein Bildungsministerium
ID: 1542647
Schleswig-Holstein in Bildungsministeriumsschulen und
Wirtschaftsministeriumsschulen sagt Martin Habersaat,
bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion:
"Auf der Zielgeraden der Koalitionsverhandlungen sind die
Beruflichen Schulen dem Bildungsministerium abhanden gekommen. In
einer bundesweit einmaligen Konstruktion sollen sie via SHIBB - dem
neu zu gründenden Institut für Berufliche Bildung - dem
Wirtschaftsministerium zugeschlagen werden. Bis dahin bleibt die
Zuständigkeit für die Beruflichen Schulen im Bildungsministerium. Die
Zuständigkeit für die Jugendberufsagenturen ist bereits im
Wirtschaftsministerium gelandet.
Die Staatssekretärin des Bildungsministeriums, einst
Abteilungsleiterin für Berufliche Bildung im Bildungsministerium,
zeigte sich im Bildungsausschuss unglücklich über diesen Zuschnitt.
Der Staatssekretär im nun schon teilweise und bald ganz zuständigen
Wirtschaftsministerium, wollte sich im Bildungsausschuss lieber nicht
wertend äußern und kündigte an, nun eben mit dem umzugehen, was der
Koalitionsvertrag dem Land beschert hat. So richtig befürwortend mag
sich niemand äußern.
"Zwei Ministerien - ein Gesetz" scheint nun das Mantra der
Koalition zu sein, um die eigene und selbst gestiftete Unruhe
abzumildern. Man wolle die Beruflichen Schulen ja im Schulgesetz
belassen. Zwei Schulgesetze nebeneinander wären allerdings auch noch
wunderlicher gewesen. Es dürfte aber ruhig noch weiter gehen: Wer
einen Fehler erkennt, darf ihn auch einfach korrigieren. Wie wäre es
mit: Ein Schulgesetz - ein Bildungsministerium?"
Pressekontakt:
Pressesprecher: Heimo Zwischenberger (h.zwischenberger@spd.ltsh.de)
Stellvertreter: Felix Deutschmann (f.deutschmann@spd.ltsh.de)
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Datum: 19.10.2017 - 16:09 Uhr
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