NOZ: Grüne und SPD offen für Tajani-Vorschlag zur Aufstockung des EU-Haushalts
ID: 1550693
Aufstockung des EU-Haushalts
Finanzexperte Giegold (Grüne): "Es ist gut, dass der
EU-Parlamentspräsident die Finanztransaktionssteuer wieder auf die
Agenda setzt" - SPD-Europapolitiker Bullmann kritisiert
Blockadepolitik der Christdemokraten
Osnabrück. Der Vorschlag von EU-Parlamentspräsident Antonio
Tajani, den EU-Haushalt mit Hilfe der Einnahmen aus einer Steuer auf
Finanzgeschäfte kräftig aufzustocken, stößt bei Grünen und SPD auf
Wohlwollen. "Es ist gut, dass Tajani die Finanztransaktionssteuer
wieder auf die Agenda setzt. Wenn wir mehr europäische Investitionen
wollen, brauchen wir auch europäische Einnahmen", sagte der
Grünen-Europapolitiker Sven Giegold der "Neuen Osnabrücker Zeitung"
(Dienstag). Auch alle Jamaika-Sondierer müssten eingestehen: "Wer
Investitionen der EU will, muss auch sagen, woher das Geld dafür
kommen soll. Umschichtungen im Haushalt weg von der Agrarpolitik sind
sinnvoll, werden aber realistisch gesehen, nicht genügen", betonte
der Finanzexperte der Grünen.
Giegold sagte weiter: "Europäische Handlungsfähigkeit gibt es
nicht ohne finanzielle Ausstattung. Eine Finanztransaktionssteuer ist
ein gesellschaftlich faires Instrument, um gemeinsame Investitionen
zu finanzieren. Keine Steuer hat einen so geringen Steuersatz, aber
eine so große Wirkung." Mit den Einnahmen könnte Europa in den
sozialen Zusammenhalt, digitale Infrastruktur und die ökologische
Modernisierung investieren.
Auch der Chef der deutschen Sozialdemokraten im EU-Parlament, Udo
Bullmann, zeigt sich offen für den Vorschlag des christdemokratischen
Parlamentspräsidenten. "Der europäische Haushalt könnte eine kräftige
Aufstockung vertragen. Ständig werden neue Aufgaben auf Europa
übertragen, ohne dass eine entsprechende Mittelausstattung
stattfindet", sagte Bullmann der NOZ. Die Einführung der
Finanztransaktionssteuer sei überfällig. "Sie wird allerdings von den
europäischen Finanzministern seit Jahren blockiert. Hier müsste Herr
Tajani vor allem seine eigenen Parteifreunde von der Europäischen
Volkspartei ins Gewissen reden", forderte SPD-Politiker Bullmann.
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 13.11.2017 - 13:04 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1550693
Anzahl Zeichen: 2642
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Wahlen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 229 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"NOZ: Grüne und SPD offen für Tajani-Vorschlag zur Aufstockung des EU-Haushalts"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Angesichts explodierender Kosten in der Pflege fordert CDU-Fraktionsvize Albert Stegemann, erwachsene Kinder künftig früher an den Kosten ihrer pflegebedürftigen Eltern zu beteiligen. "Ich sehe die Möglichkeit, die Einkommensgrenze, bei der man zu den elterlichen Pflegekosten herangezogen w
Wolfgang Kubicki: "Eine inhaltliche Neuaufstellung auf dem Parteitag brauchen wir nicht" / Designierter FDP-Parteichef will ehemalige Wähler "mit klarer Sprache" zurückholen ...
Der Kandidat für den FDP-Parteivorsitz, Wolfgang Kubicki, hat kurz vor dem Parteitag der Liberalen in Berlin erklärt, dass er eine inhaltliche Neuaufstellung der FDP derzeit nicht für notwendig hält. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) sagte der 74-Jährige: "Eine inhaltliche N
Wolfgang Kubicki will E-Auto-Subventionen streichen / Designierter FDP-Parteichef hält Förderung für nicht zielführend - "Französische und chinesische Anbieter und reiche Eltern profitieren& ...
Der designierte FDP-Parteichef Wolfgang Kubicki hält die staatliche Förderung von E-Autos für nicht zielführend und würde sie komplett streichen, um mit dem Geld Steuersenkungen zu ermöglichen. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) sagte er: "Die E-Mobilitäts-Subventionen kön
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
RTL/n-tv-Trendbarometer: CSU im Umfragetief - Die Deutschen würden immer noch Jamaika wählen - CDU und SPD mit Verlusten bei der Sonntagsfrage ...
Neue, alarmierende Umfragewerte für die CSU im aktuellen RTL/n-tv-Trendbarometer: Laut einer repräsentativen forsa-Umfrage im Auftrag der Mediengruppe RTL würden - wenn jetzt die Landtagswahl wäre - nur noch 38 Prozent der Bayern, die zur Wahl gehen, für die CSU stimmen. 2013 waren es noch
NOZ: NOZ: Bauern fordern starkes Agrarministerium in neuer Bundesregierung ...
Bauern fordern starkes Agrarministerium in neuer Bundesregierung Verband: Behörde soll sich auch um ländliche Räume kümmern Osnabrück. Der Deutsche Bauernverband hat sich für die Stärkung des Agrarministeriums in der kommenden Bundesregierung ausgesprochen. Verbandsgeneralsekretär B
NOZ: Familiennachzug von Flüchtlingen aus Griechenland stockt weiter ...
Familiennachzug von Flüchtlingen aus Griechenland stockt weiter Grund sind auch fehlende Plätze in Touristenfliegern - Linke kritisiert "Zynismus der Bundesregierung" Osnabrück. Entgegen den Zusagen der Bundesregierung kommt die Familienzusammenführung von Flüchtlingen, die
NOZ: Linken-Chef Riexinger: "Millionärssteuer" auch bei Milliarden-Plus des Staates unverzichtbar ...
Linken-Chef Riexinger: "Millionärssteuer" auch bei Milliarden-Plus des Staates unverzichtbar "Kurswechsel zu mehr sozialer Gerechtigkeit nötig" - Reaktion auf Steuerschätzung Osnabrück. Linken-Chef Bernd Riexinger hält trotz des von der Steuerschätzung festgestel




