Rheinische Post: Göring-Eckardt fordert Union zu Kompromiss bei Familiennachzug auf: "Jetzt macht euch doch mal locker"
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Göring-Eckardt hat die Union aufgefordert, beim großen
Jamaika-Streitthema Migration und Familiennachzug von Flüchtlingen
ihre eigenen Werte zu beherzigen. "Ich sage vor allem der CSU: Jetzt
macht euch doch mal locker. Schließlich ist doch gerade für die Union
die Familie ein Wert an sich", sagte sie der in Düsseldorf
erscheinenden Rheinischen Post" (Mittwochausgabe). Der CDU-Politiker
Jens Spahn denke an die richtige Gruppe, wenn er Familiennachzug für
jene möglich machen wolle, die sie sich gut integrierten. Es gelte
aber vor allem anders herum, dass sich Menschen dann gut integrieren,
wenn sie die Perspektive hätten, ihre Familie nachholen zu können und
nicht ständig in Sorge um sie seien. Göring-Eckardt signalisierte
Union und FDP Kompromissbereitschaft in der Frage der besseren
Steuerung und Ordnung bei der Flüchtlingsmigration. "Es kann nicht
sein, dass wir illegale Migration haben", sagte sie. Zu der von der
Union angestrebten Zahl, dass nicht mehr als 200.000 Menschen pro
Jahr nach Deutschland kommen sollen, äußerte sich Göring-Eckardt
zurückhaltend. "Mit Zahlen als eine Art Richtgröße mag man vielleicht
zurechtkommen bis zu dem Moment, bis wir uns fragen, was müssen wir
tun, wenn es mehr werden. Asylrecht ist eben nicht zu begrenzen." Das
Asylrecht will die Union aber ausdrücklich nicht begrenzen. Dazu
haben sich CDU und CSU am 8. Oktober in einem "Regelwerk zur
Migration" bekannt.
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Datum: 15.11.2017 - 00:00 Uhr
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