RTL/ntv-Trendbarometer am Tag nach dem Jamaika-Aus: Mehrheit der Deutschen wünscht sich nun Neuwahlen
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Bildung einer Jamaika-Koalition wünschen sich die meisten
Bundesbürger Neuwahlen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen
forsa-Umfrage von Montag für das das RTL/n-tv-Trendbarometer. 45
Prozent aller Wahlberechtigten sprechen sich danach für einen
erneuten Urnengang als Ausweg aus der entstandenen Krise aus. 27
Prozent hätten derzeit am liebsten wieder eine Große Koalition, 24
Prozent eine Minderheitsregierung. Für eine Große Koalition plädieren
am häufigsten Anhänger der CDU (41 %; SPD: 24 %), für Neuwahlen am
häufigsten Anhänger der AfD (71%), der FDP (56 %) und der Linken (53
%), für eine Minderheitsregierung am häufigsten Anhänger der Grünen
(41 %).
Käme es jetzt zu Neuwahlen, würden sich die Deutschen laut forsa
kaum anders entscheiden als bei der Bundestagswahl. Die größten
Zuwächse würden demnach die Grünen erzielen: CDU/CSU 31 %; FDP 10 %;
Grüne 12 %; SPD 21 %; Linke 9 %; AfD 12 %; Sonstige 5 %.
Über die Hälfte der Bundesbürger (53 %) hat laut
RTL/-ntv-Trendbarometer kein Verständnis für die Entscheidung der FDP
am späten Sonntagabend, die Sondierungsgespräche zur Bildung einer
Jamaika-Koalition abzubrechen. Verständnis haben 43 Prozent.
Rückendeckung für den Abbruch der Verhandlungen erhält die FDP in der
Umfrage besonders von den Anhängern der AfD (80 %) und von den
eigenen Anhängern (64 %).
Allerdings wird das Scheitern der Verhandlungen nicht vor allem
der FDP, sondern allen vier Parteien angelastet, die an den
Sondierungsverhandlungen beteiligt waren. Insgesamt machen 38 Prozent
der Befragten die CDU, die CSU, die Grünen und die FDP gemeinsam für
das Scheitern verantwortlich. 26 Prozent kreiden dies besonders der
CSU, jeweils 19 Prozent der FDP und den Grünen sowie 6 Prozent der
CDU an.
Mit Blick auf mögliche Kanzlerkandidaten im Falle von Neuwahlen
haben die Bundesbürger bei der CDU/CSU eine klare Meinung: 49 Prozent
aller Wahlberechtigten sind der Meinung, dass Angela Merkel in diesem
Fall wieder als gemeinsame Kanzlerkandidatin von CDU und CSU antreten
solle. Von den CDU-Anhängern sind 85, von den CSU-Anhängern 69
Prozent dieser Meinung. Für Wolfgang Schäuble sprechen sich laut
RTL/n-tv-Trendbarometer 8 Prozent aus, für Annegret Kramp-Karrenbauer
7 Prozent, für Peter Altmaier 5 Prozent und für Ursula von der Leyen
4 Prozent aus. Weniger eindeutig ist das Umfrageergebnis mit Blick
auf den möglichen SPD-Kanzlerkandidaten: Dass Martin Schulz bei
Neuwahlen wieder als SPD-Kanzlerkandidat antreten sollte, meinen 29
Prozent aller Wahlberechtigten (53 Prozent der SPD-Anhänger). Olaf
Scholz kommt demnach auf 15 Prozent, Sigmar Gabriel auf 14 Prozent,
Andrea Nahles auf 6 Prozent und Stephan Weil auf 5 Prozent.
70 Prozent der Deutschen sind am Tag nach dem Aus für Jamaika laut
RTL/n-tv-Trendbarometer der Meinung, dass Horst Seehofer seine Ämter
als CSU-Vorsitzender und bayerischer Ministerpräsident zur Verfügung
stellen sollte. Von den CDU-Anhängern sprachen sich 73 Prozent, von
den CSU-Wählern 64 Prozent dafür aus.
Die Meldungen sind mit der Quellenangabe RTL/n-tv-Trendbarometer
frei zur Veröffentlichung. Die Daten wurden am 20. November 2017 vom
Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag der
Mediengruppe RTL erhoben. Datenbasis: 1789 Wahlberechtigte.
Statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte. Ansprechpartner
bei RTL: Matthias Bolhöfer, Telefon: 0221 - 45674227 Ansprechpartner
bei n-tv: Bettina Klauser, Telefon 0221 - 45674100 Ansprechpartner
bei forsa: Dr. Peter Matuschek, Telefon 030 -62882442
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Matthias Bolhöfer
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Datum: 20.11.2017 - 17:54 Uhr
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