Bauhauptgewerbe im September 2017: Positive Herbstbilanz - Bauunternehmen melden für die ersten neu

Bauhauptgewerbe im September 2017:
Positive Herbstbilanz - Bauunternehmen melden für die ersten neun Monate ein Umsatzplus von 9 %. Der Auftragseingang legt um 5 % zu.

ID: 1555140
(ots) - Die Herbstbilanz im Bauhauptgewerbe fällt
ausgesprochen positiv aus: Wie der Hauptverband der Deutschen
Bauindustrie in der neuesten Ausgabe seines Aktuellen Zahlenbildes
mitteilt, meldeten die Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten für die
ersten neun Monate ein Umsatzplus von nominal 9,3 %. Damit erreichte
der Umsatz einen neuen Rekord: Der Wert ist mit 54 Mrd. Euro der
höchste seit fast 20 Jahren. Auch für September meldete die Branche
ein Umsatzplus (+ 3,0 %) und das, obwohl den Unternehmen ein
Arbeitstag weniger zur Verfügung stand als im vergleichbaren
Vorjahresmonat. Entsprechend zufrieden äußern sich die
Bauunternehmen: 92 % der im Rahmen des ifo Konjunkturtests Befragten
beurteilten im September ihre aktuelle Lage als gut bzw.
befriedigend, so viele wie noch nie. Auch für die nahe Zukunft ist
die Branche so optimistisch wie nie im Herbst: 83 % der Unternehmen
erwarten in den kommenden sechs Monaten eine günstigere oder
zumindest gleichbleibende - und somit gute - Geschäftslage. Dies
verwundert nicht - der Auftragseingang legte von Januar bis September
schließlich um nominal 5,4 % zu. Auch für den September wird ein
Orderplus von nominal 2,9 % ausgewiesen - und das trotz des
mittlerweile erreichten hohen Niveaus. Die nach wie vor gute
Entwicklung spiegelt sich auch in dem vom Statistischen Bundesamt
berechneten preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigten
Auftragseingang wider: Er lag im September um 0,7 % über dem
Vormonat.

Für den Wohnungsbau meldeten die Baubetriebe für die ersten neun
Monate ein Umsatzplus von 10,5 % und einen Anstieg des
Auftragseingangs von 2,2 %. Für den September wurde sogar ein
Umsatzplus von 3,9 % ausgewiesen. Demgegenüber lag der
Auftragseingang mit - 12,7 % deutlich unter dem Vorjahresniveau.
Hierbei scheint es sich um einen statistischen Effekt zu handeln, der


Wert vom September 2016 war der mit Abstand höchste seit 1998. Aber
man darf auch die Engpassfaktoren, wie zunehmende Baulandknappheiten
und den Mangel an Planungskapazitäten in den Kommunalverwaltungen,
nicht aus den Augen verlieren, die den Wohnungsbau bremsen.
Grundsätzlich sind die Rahmenbedingungen aber nach wie vor positiv:
Die Bausparte profitiert weiterhin von den niedrigen Zinsen, der
ausgesprochen guten Arbeitsmarktlage sowie von den
Wanderungsbewegungen insbesondere in die Großstädte und somit einer
weiterhin hohen Nachfrage nach Wohnraum.

Auch der Wirtschaftsbau schloss das erste Halbjahr positiv ab: Der
Umsatz legte in den ersten neun Monaten um 9,8 % und der
Auftragseingang um 5,3 % zu (Sep.: + 4,7 %, + 9,1 %). Besonders stark
gestiegen ist der Umsatz im Wirtschaftshochbau (+ 11,4 %, Sep.: + 5,0
%), auch die Nachfrage legte zu (+ 4,6 %, Sep.: + 8,7 %). Nach einem
eher verhaltenen ersten Halbjahr zieht der Wirtschaftstiefbau
mittlerweile auch an: Umsatz und Auftragseingang liegen deutlich im
Plus (+ 7,1 % bzw. + 6,3 %, Sep.: + 4,3 % bzw. + 9,7 %). Mit dieser
Entwicklung war angesichts der zusätzlichen Mittel für die Deutsche
Bahn AG zu rechnen. Schließlich wurden laut Monatsbericht des
Bundesfinanzministeriums in den ersten drei Quartalen für Eisenbahnen
und öffentlichen Nahverkehr 38,3 % mehr ausgeben als im
vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Mittlerweile sind schon 78 % der
angesetzten Mittel für das Gesamtjahr 2017 abgeflossen, im
vergangenen Jahr lag die Abflussquote lediglich bei 67 %.

Positive Signale kamen auch aus dem Öffentliche Bau: Der Umsatz
stieg um 7,9 %, der Auftragseingang um 7,4 % (Sep.: + 0,5 % bzw. +
7,6 %). Der Hauptverband führt dies überwiegend auf den
"Investitionshochlauf" bei den Verkehrswegeinvestitionen des Bundes
zurück. Entsprechend stark legte der Straßenbau zu: Die Unternehmen
meldeten einen Anstieg des Umsatzes und des Auftragseingangs von 8,9
% bzw. 6,9 %. Dies deckt sich auch mit den Angaben des
Bundesfinanzministeriums: Laut aktuellem Monatsbericht lagen die
Ausgaben des Bundes für den Straßenbau in diesem Zeitraum um 10,9 %
über dem Niveau des vergleichbaren Vorjahreszeitraums. Die
Entwicklung am aktuellen Rand gibt aber leichten Anlass zur Sorge:
Der Umsatz sank um 1,3 % und der Auftragseingang um 0,7 %. Dies ist -
im Gegensatz zum Wohnungsbau - nicht auf einen statistischen Effekt
zurückzuführen. Der Hauptverband vermutet, dass die
Planungskapazitäten aufgrund des jahrelangen Personalabbaus in den
öffentlichen Ämtern nicht ausreichen, die Projekte voranzutreiben.

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen
Bundesamtes und des ifo Instituts. Auch im Internet mit Info-Grafik
abrufbar: http://www.bauindustrie.de/presse/ *) Baubetriebe mit 20
und mehr Beschäftigten



Pressekontakt:
Ansprechpartner: Dr. Heiko Stiepelmann
Funktion: Leiter Kommunikation / Pressesprecher
Tel: 030 - 21286 140, Fax: 030 - 21286 189
E-Mail: Heiko.Stiepelmann@bauindustrie.de

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Datum: 24.11.2017 - 10:21 Uhr
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