Frankfurter Rundschau: Tränen der Wut
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Bewährung billig davongekommen. Der Unternehmer hatte angesichts der
bevorstehenden Insolvenz im Januar 2012 beträchtliche Vermögenswerte
an seine Kinder übertragen, um die Besitztümer vor den Gläubigern in
Sicherheit zu bringen. Das Gericht hat allerdings millionenschwere
Zuwendungen, die Schlecker vor Februar 2011 geleistet hatte, nicht
berücksichtigt und damit der Verteidigung Glauben geschenkt: Sie
hatte behauptet, dem Firmenchef sei erst im Verlauf des Jahres 2011
die aufziehende Katastrophe bewusst geworden. In deren Folge verloren
Zigtausend Frauen ihr Auskommen, die Forderungen der Gläubiger
beziffern sich auf mehr als eine Milliarde Euro. 2012 zahlten die
Schleckers 10,1 Millionen Euro. Vor wenigen Wochen legte der
Drogerieclan nochmals vier Millionen Euro drauf, nachdem Tochter
Meike öffentlichkeitswirksam versichert hatte, da sei "nicht mehr".
Da kommen einem die Tränen. Angesichts dieses Ablasshandels
allerdings vor Wut.
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Datum: 27.11.2017 - 16:53 Uhr
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