Rheinische Post: Rente muss zurück
zur Ursprungsidee
Kommentar Von Eva Quadbeck
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Jahr für die Rente, die bald erreicht wird, sollte Anlass sein,
einmal innezuhalten. Die Ausgaben für die Rente werden in Zukunft
auch ohne zusätzliche Leistungen durch die Decke gehen. Dafür sorgt
allein die Alterung der Bevölkerung, die zu längeren
Renten-Bezugszeiten und weniger beitragszahlenden Arbeitnehmern
führt. Sollte es zu einer Neuauflage der großen Koalition kommen,
muss sie der Versuchung widerstehen, erneut alle politischen
Forderungen einfach zu addieren und der Rentenkasse zusätzliche
Milliardensummen aufzuerlegen. Die Rente muss wieder stärker ihre
Ursprungsidee erfüllen. Dafür sollten in der Rentenpolitik zwei Dinge
vorrangig sein: der Schutz vor Altersarmut und das Vertrauen ins
System. Zum Schutz vor Altersarmut gibt es bei verschiedenen Parteien
Konzepte, wie Geringverdiener mit Aufschlägen auf ihre Renten vor der
Grundsicherung bewahrt werden können. Der Ansatz ist sinnvoll. Das
Vertrauen ins System kann zudem nur erhalten bleiben, wenn die
arbeitende Mitte auch in Zukunft im Rentenalter zumindest noch eine
schmale Rendite aus ihren Beitragszahlungen erhält.
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Datum: 03.12.2017 - 20:11 Uhr
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