Mitteldeutsche Zeitung: Wirtschaft
Jährlich bis zu 150 Fälle von Produkterpressung
ID: 1559809
jedes Jahr 100 bis 150 Fälle sogenannter Produkterpressung wie jüngst
im Fall des Paketzustellers DHL. Das berichtet die in Halle
erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Donnerstag-Ausgabe) unter
Berufung auf die Beratungsfirma Result Group, die auf
Krisenkommunikation spezialisiert ist. Nach Worten von
Geschäftsführer Christoph U. Eichel sind vor allem
Lebensmittelhersteller mit einer "herausgehobenen Marktposition und
bekannten, erfolgreichen Namen" betroffen. "Ihre Reputation lässt
sich durch Giftdrohungen am stärksten beschädigen", sagt Eichel. Die
geforderten Erpressergelder sind das eine. Der eigentliche Schaden
entsteht, wenn Kunden das Produkt meiden.
"Betroffene Unternehmen müssen und sollten auch nicht gleich an
die Öffentlichkeit gehen", sagte Eichel. In vielen Fällen handelt es
sich nur um Drohungen, teilweise von verwirrten Menschen. Zudem
bestehe die Gefahr, dass Trittbrettfahrer aufspringen. "Die Firmen
benötigen jedoch eine Krisenstrategie", so der Berater. "60 bis 70
Prozent der deutschen Mittelständler haben diese allerdings nicht."
Ein Konzept fange damit an, dass die Mitarbeiter der Poststelle
sensibilisiert werden. Es müsse einen vorbereiteten Kontakt zum
jeweiligen Landeskriminalamt geben und vorbereitete Ablaufpläne sowie
einen festgelegten Krisenstab mit verantwortlichen Mitarbeitern.
Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
hartmut.augustin@mz-web.de
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Datum: 07.12.2017 - 02:00 Uhr
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