Allg. Zeitung Mainz: Mehr Mut / Kommentar zur Rente / Von Claudia Nauth
ID: 1560336
so schwer auseinanderhalten wie in der Rentenpolitik. Die zahlreichen
gesetzlichen Eingriffe der vergangenen Jahrzehnte haben nämlich eine
gigantische Geldumverteilung in Gang gesetzt, die die wenigsten
Versicherten mit all ihren Konsequenzen überschauen. Zwei Beispiele:
Freut sich der eine über seinen Rentenbezug seit 20 Jahren, macht der
andere ein langes Gesicht wegen des abgesunkenen Rentenniveaus als
Folge genau dieser stark angestiegenen Rentenbezugszeiten. Bekommt
die Bundesregierung Lob von internationalen Organisationen für die
vollzogene Anpassung des Systems an den demografischen Wandel, hat
sie trotz gut gefüllter Rentenkassen Bauchweh, denn die bisherige
Vorsorge trägt das Rentensystem relativ glatt bis bestenfalls 2030.
Also wieder nachjustieren, und zwar schnell. Gut zehn Jahre ist nicht
viel für das Ausarbeiten und Umsetzen einer großen Rentenreform, die
in der Bundesrepublik bislang im parteiübergreifenden Konsens
beschlossen wurde. Noch allerdings gehen die Vorstellungen der
Parteien darüber weit auseinander. Vor allem ist noch kein wirklich
überzeugendes Konzept in Sicht. Das mag vor allem am ungelösten
Grundproblem liegen: Das umlagefinanzierte System wird eben nicht von
einer ausreichenden Zahl von Beitragszahlern gestützt. Also mehr
einzahlen, weniger herausbekommen und dafür länger arbeiten?
Schlichtes Ja, wenn auch in Zukunft wieder nur an den herkömmlichen
Stellschrauben gedreht und nicht radikaler gedacht wird.
Pressekontakt:
Allgemeine Zeitung Mainz
Wolfgang Bürkle
Newsmanager
Telefon: 06131/485980
online@vrm.de
Original-Content von: Allgemeine Zeitung Mainz, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 07.12.2017 - 21:10 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1560336
Anzahl Zeichen: 1928
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Mainz
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 362 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Allg. Zeitung Mainz: Mehr Mut / Kommentar zur Rente / Von Claudia Nauth"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Allgemeine Zeitung Mainz (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte hält einen Austritt der FDP aus der Berliner Ampelkoalition für möglich. "Die Ergebnisse der FDP bei den vergangenen Landtagswahlen befinden sich im kaum noch messbaren Bereich", sagt Korte im neuen Podcast der VRM "Korte &
Es bleibt ein Störgefühl / Kommentar von Jens Kleindienst zum Karlsruher AfD-Urteil ...
Als demokratisch gewählter Vertretung des Volkes kommt dem Bundestag "bei der Gestaltung seiner inneren Organisation und des Geschäftsgangs ein weiter Spielraum zu". So hat es das Bundesverfassungsgericht jetzt bekräftigt - und sich damit selbst große Zurückhaltung auferlegt. Einzige
Wir brauchen eine Vision für unser Land / Kommentar von Dennis Rink zum Zustand Deutschlands ...
Wohin führt unsere Reise? Befindet sich Deutschland wirklich im Sinkflug? Und was bedeutet das für uns? Umfragen bestätigen regelmäßig, dass wir Deutsche uns diese Frage immer häufiger stellen - und dass wir Sorgen haben. Können wir hier noch sicher leben? Bleibt die Demokratie die sattelfest
Weitere Mitteilungen von Allgemeine Zeitung Mainz
Allg. Zeitung Mainz: Zerreißprobe / Kommentar zur SPD / Von Frank Schmidt-Wyk ...
Auf Schlingerkurs steuert der alte Dampfer SPD in Koalitionsverhandlungen mit der Union und in eine ungewisse Zukunft. Auf der Brücke: ein - erstmal - relativ standfester Kapitän Martin Schulz. Zu verdanken hat er das achtbare Wahlergebnis seiner Fähigkeit, die Partei emotional zu berühren -
Aachener Nachrichten: Die SPD lebt - Die Partei diskutiert offen und stärkt ihren Chef Martin Schulz; ein Kommentar von Joachim Zinsen ...
Eines hat die SPD gestern nachdrücklich bewiesen: Die Partei lebt. Stundenlang stritten die Genossen nicht nur intensiv über die Frage, mit welcher Marschrichtung sie in Sondierungsgespräche mit der Union gehen sollen. Sie diskutierten auch ausgiebig über die Gründe für ihre Wahlniederlagen
Neue Westfälische (Bielefeld): EU verklagt Ungarn, Polen und Tschechien Höchste Zeit zum Handeln Martin Krause ...
Die Mühlen der Justiz mahlen langsam, aber stetig, so heißt es. Gott sei Dank mahlt da überhaupt was im EU-Getriebe. Lange herrschte ja eine gewisse Unsicherheit. Die Verweigerungshaltung von Ungarn, Polen und Tschechien bei der Hilfe für Flüchtlinge ist eigentlich nicht zu fassen. Die Rede
Neue Westfälische (Bielefeld): SPD-Parteitag Fehlende Führung Thomas Seim ...
Von einem Parteivorsitzenden muss man Führung verlangen. Gerade in schwierigen Zeiten mit komplexen Fragestellungen. Allerdings muss eine Partei - und mit ihr deren Funktionäre - auch geführt werden wollen. Die gestrige Wahl und die Rede des SPD-Parteivorsitzenden Martin Schulz und der über




