Das fühlt sich aber gut an
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Autositzbezüge, Polstermöbel, Heimtextilien aber auch Bekleidung: Bezugsstoffen begegnen wir überall in unserem Alltag. Als Verbraucher wünschen wir uns ein hochwertiges Material ? aber auch ein Material, das sich angenehm anfühlt. Für die Hersteller bedeutet das in einem hart umkämpften Verdrängungsmarkt, ihre Position durch ständig neue Innovationen zu sichern. In einem neuen Forschungsprojekt soll jetzt eine effektive und standardisierte Prüfmethode für textile Bezugsmaterialien entwickelt werden, mit der die haptische Wahrnehmung messtechnisch nachgebildet wird.
Bevor ein Bezugsmaterial zum Einsatz kommt, muss es diversen Beurteilungskriterien gerecht werden. Es reicht heute also nicht mehr, nur auf technisch hohe Qualität zu achten. Das Produkt muss sich auch gut anfühlen. Für die Hersteller ? und das sind häufig kleine und mittlere Unternehmen ? ist damit ein enormer Forschungs- und Entwicklungsaufwand verbunden. Dieser könnte sich in Zukunft deutlich verringern. Denn drei Forschungseinrichtungen haben sich in einem neuen Projekt zum Ziel gesetzt, ein Modell zu entwickeln, dass die textile Haptik von Bezugsmaterialien prognostiziert.
Dafür ist es notwendig, die haptische Wahrnehmung von Probanden in Sprache zu übersetzen. Diese so ermittelten Deskriptoren sollen eine allgemeingültige Kundensprache darstellen, während aus den Produktparametern ein messtechnisches Modell erzeugt wird. Auf Grundlage der Humanstudien und der Messreihen werden statistische Zusammenhänge hergestellt und relevante/irrelevante Deskriptoren und Messwerte identifiziert. Somit soll geklärt werden, inwiefern die erfassbaren Parameter tatsächlich die subjektive Wahrnehmung widerspiegeln. In dem Verfahren sollen insbesondere die Besonderheiten textiler Oberflächen im Zusammenhang mit der Tastbewegung der Hand in die Methodenentwicklung eingehen. Hieraus wird letztlich ein Verfahren zur messtechnischen Erfassung sowie zur Prognose der humanen Wahrnehmung von Textilien entwickelt.
Textile Haptik vorherzusagen, heißt effektiv Kosten zu sparen
Die technische hohe Qualität von Produkten war lange Zeit einer der Erfolgsfaktoren von Unternehmen aus Hochlohnländern. Heute zeigen jedoch Marktbeobachtungen, dass eine Differenzierung von der Konkurrenz künftig immer mehr durch Produkte erreicht wird, die als qualitativ hochwertig wahrgenommen werden. Basierend auf der im Projekt zu entwickelnden Methode soll eine Erweiterung bzw. Modifikation der bisher gebräuchlichen Spezifikationen erarbeitet werden. Diese neuen Kennwerte ermöglichen eine verbesserte, kundenorientierte Erhebung und Kommunikation von Anforderungen und Eigenschaften zugekaufter (Teil-)Produkte durch die komplette Zulieferungskette.
An dem Forschungsprojekt sind folgende Institute beteiligt:
Das Forschungsinstitut für Leder und Kunststoffbahnen gGmbH (FILK), der Lehrstuhl für Fertigungsmesstechnik und Qualitätsmanagement am Werkzeugmaschinenlabor der RWTH Aachen (WZL) sowie das Hohenstein Institut für Textilinnovation gGmbH (HIT).
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Datum: 12.12.2017 - 13:44 Uhr
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