Stuttgarter Zeitung: Kommentar zur WTO
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in Zeiten, in denen Politiker den Verlockungen des Protektionismus
erliegen, wäre eine starke WTO vonnöten. Sie müsste für den Abbau von
Handelsschranken kämpfen und die intellektuelle Führerschaft
anstreben. Denn trotz aller Ungleichgewichte und Ungerechtigkeiten
bleibt eine Weltwirtschaft mit immer weniger Barrieren allen Modellen
der Abschottung weit überlegen. Doch die 164 WTO-Mitglieder feilschen
über Subventionen, Zölle, Kontingente und vieles mehr. Die schiere
Zahl der Parteien und die Komplexität der Materie vereiteln große
Abschlüsse. Hinzu kommt Donald Trump. Der Präsident der USA,
einstmals wichtigste Führungsmacht in der WTO, gebärdet sich als
Handelsisolationist. Er hat für die WTO nur Spott übrig und will von
neuen Deals nichts wissen. Die großen Zeiten der multilateralen
Handelsabkommen sind endgültig vorbei.
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Datum: 14.12.2017 - 20:51 Uhr
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