neues deutschland: Flughafenexperte Faulenbach da Costa rät zu Entkernung des BER-Terminals
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hält einen Neustart im von anhaltenden technischen Problemen
geplagte Terminalgebäude des Hauptstadtflughafens BER für sinnvoll.
"Ich bin weiterhin davon überzeugt, dass die Entkernung die
kostengünstigere, sinnvollere und zielführendere Alternative wäre, um
eine bedarfsgerechte Bedienung der Nachfrage zu ermöglichen",
erklärte der studierte Ingenieur in einem Interview mit der in Berlin
erscheinenden Tageszeitung "neues deutschland" (Dienstagausgabe). "Es
ist sicher sehr spät, aber wenn man den Flughafen zukunftsfähig
machen und vor allen Dingen in überschaubaren Zeiträumen die
Nachfrage zu ordentlichen Bedingungen bedienen will, dann wird man
nicht daran vorbeikommen, das Terminal zu entkernen und
nachfragegerecht gerade auf der Landseite die notwendigen
Abfertigungseinrichtungen vorzusehen und eine 3. Piste zu bauen. Die
ist spätestens 2030 dringend erforderlich."
Der von der Flughafengesellschaft in der vergangenen Woche
vorgestellte Eröffnungstermin im Oktober 2020 sei zwar machbar,
dennoch äußerte Faulenbach da Costa Zweifel, dass er wie geplant
realisiert werden könne. "Es wird eng, wenn nicht vorher dafür
gesorgt wird, dass insgesamt ausreichende Kapazität zur
Passagierabfertigung im Berliner Luftverkehrsmarkt zur Verfügung
steht. Und das setzt voraus, dass man beispielsweise bis Ultimo den
Flughafen Tegel betreiben kann", erklärte er. Angesichts der in Tegel
ab 2019 drohenden Anwohner-Klagen wegen des fehlenden Lärmschutzes
hält er Zweifel daran für angebracht.
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Datum: 18.12.2017 - 17:00 Uhr
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