Allg. Zeitung Mainz: Drecksloch / Kommentar von Christian Matz zu Donald Trump
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Jedenfalls keines, das rund um den Globus sehr großen Widerspruch
hervorrufen dürfte, angesichts der Zustände und Zitate, die daraus
wöchentlich und täglich an die Öffentlichkeit gelangen. So weit ist
es gekommen. Dabei ist es noch nicht einmal von Bedeutung, ob
US-Präsident Trump nun Haiti und einige afrikanische Staaten
tatsächlich als "Drecksloch-Länder" beleidigt hat oder nicht.
Wichtiger ist, dass ihm die Äußerung von absolut jedem, nicht nur von
seinen Gegnern, sofort zugetraut würde. Und - das ist jetzt das
wirklich Entscheidende - dass ihm auch dieser (mutmaßliche) Ausfall
bei seinen Anhängern in keiner Weise schaden wird. Im politisch
korrekten Lager seiner Widersacher auf beiden Seiten des Atlantiks
wird beständig ignoriert, dass Trump nicht trotz, sondern wegen
seiner Art gewählt wurde. Derweil jeder Gegner sich fragt, wann "die
Amerikaner" endlich aufwachen und Schluss machen mit dem ganzen
Theater (und zum Beispiel ein Amtsenthebungsverfahren einleiten),
haben sehr viele Amerikaner ganz offensichtlich genau dieses Theater
gewollt. Schließlich konnte man nach vielen Jahren Reality-TV und
vielen Monaten Wahlkampf ja auch wissen, wer Trump ist und wofür er
steht. Also kann der Rest der Welt nur hoffen, dass die restlichen
knapp drei Trump-Jahre ohne Krieg und Chaos über die Bühne gehen, und
dass sie nicht verlängert werden. Das Weiße Haus, ein Drecksloch?
Hoffen wir, dass die letzten, trotz allem noch verbliebenen
Saubermänner nicht endgültig daraus vertrieben werden.
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Datum: 12.01.2018 - 20:09 Uhr
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