Allg. Zeitung Mainz: Gegensätze - Kommentar von Markus Lachmann zum österreichischen Regierungschef Sebastian Kurz (Allgemeine Zeitung Mainz)
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Kanzler ist jung, ein bisschen Yuppie, durchaus forsch. Wie
gegensätzlich mutet im Vergleich die etwa doppelt so alte, abwägende
und analytische Angela Merkel an. Auch in ihrer Politik könnten beide
kaum unterschiedlicher sein, etwa in der Flüchtlingsfrage. Als sich
Merkel noch dem deutschen Willkommensfest widmete, hielt der damalige
Außenminister Kurz bereits dagegen. Wien beschloss eine Obergrenze
und forcierte die Schließung der Balkanroute. Unterschiedlich auch
die Parteien: Kurz und seine ÖVP wirken dynamisch. Merkels CDU und
die Schulz-SPD kommen wie ein altes Ehepaar rüber, das sich über die
letzten Jahre quält. Kein Wunder, dass sich manch Konservativer in
Deutschland nach einer Figur wie Kurz sehnt oder gern selbst so sein
will. Merkel hat die CDU nach links geöffnet, hin zu möglichen
Bündnissen etwa mit den Grünen. Kurz ist den anderen Weg gegangen und
hat die Rechtsnationalen ausgebremst, indem er deren Themen besetzt
hat. Nun koaliert die ÖVP mit der nationalistischen FPÖ, eine
Konstellation, die in Deutschland derzeit nicht vorstellbar ist. Doch
die Zeiten, als andere EU-Staaten Wien deshalb geschnitten haben,
sind vorbei. Kurz könnte nun eine wichtige Rolle einnehmen als
Mittler zwischen Brüssel und Staaten wie Polen, Ungarn, Slowakei und
Tschechien. Selbstverständlich wird sich der Österreicher an seinen
Worten, seinem Bekenntnis zu Europa, messen lassen müssen. Kurz und
Merkel haben übrigens eine Gemeinsamkeit: Beide wurden lange Zeit
unterschätzt.
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Datum: 17.01.2018 - 19:24 Uhr
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