Westfalen-Blatt: das Westfalen-Blatt (Bielefeld) zur Pflege
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niemand. Doch gegönnt ist der gnädige Tod im Schlaf nach 90 gesunden
Jahren den wenigsten. Diejenigen, die in der Pflege tätig sind,
wissen das am besten. Allein schon, weil sie die eigene Zukunft
ungeschönt täglich vor Augen haben, sollte und kann man ihnen beste
Absicht unterstellen. Auch sie möchten schließlich später einmal gut
gepflegt und behandelt werden. Dass trotzdem Fehler passieren können
- klar. Wenn Fehler aber im System begründet sind, muss daran
gearbeitet werden, sie auszuschließen. Dazu gehört, die Bedingungen
für die Pflegekräfte zu verbessern, damit sich mehr Menschen für den
Beruf entscheiden. Geduld und Mitgefühl bringt nur auf, wer die Zeit
dafür hat. Not tut aber auch die Einführung eines aussagekräftigen
Pflege-TÜV, der Heime und ambulante Dienste so bewertet, dass sich
die Spreu vom Weizen trennt und Pflegebedürftige und ihre Angehörigen
sich gut informiert guten Gewissens entscheiden können. Das alles
kostet Geld. Aber eine gute Behandlung im Alter sollte uns diesen
Einsatz wert sein.
Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261
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Datum: 01.02.2018 - 21:00 Uhr
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